Jannes Logemann arbeitet im Jugendzentrum

Streetworker ist Ansprechpartner für Jugendliche

Jannes Logemann bei einem Bogenbaukurs im Jugendzentrum.

Wildeshausen - Die jungen Menschen in Wildeshausen haben einen guten Ansprechpartner. Davon überzeugten sich die Mitglieder des Ausschusses für Ordnung, Soziales und Familie, nachdem der Streetworker und Sozialpädagoge Jannes Logemann am Mittwochabend seine Arbeit vorgestellt hatte. Seit gut einem Jahr ist der 30-Jährige bei der Stadt aktiv und kümmert sich nicht nur um die Belange des Jugendzentrums, sondern ist auch in der aufsuchenden Arbeit auf Wildeshauser Straßen unterwegs.

„Ich habe mir in den vergangenen Monaten ein Netzwerk aufgebaut“, berichtete der Pädagoge. Im Jugendzentrum biete er einige Aktivitäten und Mitternachtsfußball an. „Die spielen dann zwei Stunden und wollen danach nur noch nach Hause“, verriet er sein Konzept, die Jugendlichen davon abzuhalten, auf der Straße „Unsinn“ zu machen. Im Rahmen seiner aufsuchenden Arbeit sei er im Burgbergpark, bei der Parkpalette, am Wall, auf Schulhöfen, im Skatepark und auf „geheimen Plätzen“ aktiv. Er sei auf Informationen von allen Beteiligten angewiesen. Das könnten auch Jugendliche sein, denen er zudem klarmache, was sie dürften und was nicht. 

„Ich betrachte mich als Schnittstelle zwischen Jugendlichen und Außenstehenden“, so Logemann. So unterstütze er bei individuellen Problemen ebenso wie bei Streitigkeiten unter den jungen Menschen und bei Auseinandersetzungen zwischen Jugendlichen und Bürgern. „Ich gehe auf die Leute zu und spreche sie an, wenn ich merke, dass etwas nicht in Ordnung ist“, beschreibt der Streetworker seine Arbeit. Das sei insbesondere auch dann der Fall, wenn es um Drogen geht. Die Szene in Wildeshausen unterscheide sich nicht groß von der in anderen Landkreiskommunen. Allerdings bekomme er keinen Einblick in die Hartdrogenszene, so lange es die Leute cool fänden, die Drogen zu nehmen. „Erst, wenn sie merken, dass es doch nicht so cool ist und Probleme macht, bekomme ich Kontakt und kann helfen.“

Logemann bietet zusammen mit seinem Kollegen Roni Moklaschi auch Schulsozialtraining an. In speziellen Seminaren geht es unter anderem um Streitschlichterei. „Und für die Lehrer ist es oft ganz gut, sich die Sache mal in einem anderen Rahmen im Jugendzentrum anzusehen“, so Logemann. 

dr

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