Stöver hält an Hotelzimmern im Bahnhof fest/Drei neue Räume in „Rampe“

„Ich hoffe jetzt auf grünes Licht vom Stadtrat“

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Frank Stöver in einem der neuen Zimmer.

Wildeshausen - Von Joachim Decker. Er hat gleich drei Baustellen vor der Brust: Der Wildeshauser Frank Stöver ist derzeit dabei, sein Hotel „Zur Rampe“ zu renovieren, möchte in seinem Bahnhof ebenfalls Hotelzimmer bauen und hofft zudem darauf, bald eine neue Lagerhalle errichten zu können.

Bislang habe er in das Hotel rund 400000 Euro investiert – für Sanierung, Renovierung und vor allem Umbau. „Wir haben hier jetzt drei Zimmer mehr, sodass ich zwölf Doppel- und drei Einzelzimmer anbieten kann“, erklärt Stöver. Die Maßnahme sei erforderlich geworden, da stete Nachfrage nach Zimmern bestehe: „Und darauf habe ich reagiert, ich kann die Zimmer gut vermieten, habe eine gute Auslastung. Zudem mussten einige Zimmer komplett renoviert werden, da, obwohl wir ein reines Nichtraucher-Hotel sind, in einigen Räumen doch tüchtig gequalmt wurde.“

Acht bis zehn Zimmer möchte Stöver in der Güterhalle des Bahnhofs bauen: „Die Pläne sind fertig, die Finanzierung ist gesichert, und wenn der Rat nach den Ferien grünes Licht gibt, dann kann ich die Zimmer vielleicht noch in diesem Jahr vermieten. Wir stehen praktisch jetzt schon in den Startlöchern.“

Das einzige Problem bestehe darin, dass er zwar im rechten Bereich des Bahnhofs Hotelzimmer bauen dürfte, nicht aber in der Güterhalle. „Beim Kauf des Bahnhofs wurde festgelegt, dass ich darin weder Gartenbau und Tankstelle noch einen Rotlicht-Bereich anbieten darf“, erklärt Stöver. Daher laute die Festsetzung, dass er keine gewerbliche Übernachtung anbieten dürfe: „Denn genau dazu würde ein Bordell zählen. Ich brauche also lediglich eine Befreiung von dieser Festsetzung, damit ich mit dem Bau beginnen kann.“ Er denke aber aus, dass über sein Anliegen im Fachausschuss sowie im Stadtrat positiv entschieden werde.

„Ich gehe von einer Investition in Höhe von 200- bis 300000 Euro aus. Während ich in der ,Rampe‘ eher Standardzimmer habe, sollen die in der Güterhalle etwas größer und einige auch behindertengerecht werden. Und das ist eben recht teuer“, betont Stöver.

Aber was ist mit der Kulturetage, die ursprünglich einmal in der Halle Platz finden sollte? „Leider hat sich kein geeigneter Betreiber, auch aus finanzieller Sicht gefunden, der dieses Projekt angreifen wollte. Sehr gerne hätte ich eine solche Einrichtung in den Bahnhof integriert, aber es war nicht möglich, jemanden zu finden, der wirklich Geld in die Hand nehmen wollte. Denn wenn, dann sollte es schon etwas Vernünftiges werden“, erklärt Stöver.

Die große Lagerhalle ist am 24. August völlig abgebrannt. Wie sieht die Zukunft aus? „Natürlich möchte ich möglichst schnell eine neue Halle bauen. Aber ich muss erst noch abwarten, wie es mit der Versicherung läuft“, sagt Stöver. Auch die ehemaligen Mieter seien interessiert daran, die Halle wieder als Lager zu nutzen.

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