Elternsprecher möchte sanierte Räume noch nicht nutzen lassen /  Weitere Messungen erforderlich

Es stinkt noch immer an der Realschule

Wildeshausen - WILDESHAUSEN (dr) · Die Eltern an der Realschule in Wildeshausen machen sich weiter Sorgen: In den sanierten Räumen stinkt es noch immer, so Elternvertreter Peter Funk.

Das machte er gestern im Rahmen der Schulausschusssitzung im Stadthaus deutlich. Er bedankte sich für die schnelle Reaktion der Verwaltung, nachdem das Bremer Umweltinstitut eine zu hohe Konzentration an polycyclischen aromatischen Kohlenwasserstoffen gemessen hatte. „Aber das reicht noch nicht“, so Funk. „Die Räume sind weiter nicht nutzbar. Keine Eltern werden ihre Kinder in einen solchen Stinkeraum schicken.“

Das Problem ist im Stadthaus aber schon bekannt. „Wir sind fast täglich in der Realschule“, so Fachbereichsleiter Hans Ufferfilge. Es sei angestrebt, die Räume ab Mitte Mai wieder zu nutzen. Nach der ersten Sanierung könnten jetzt sekundäre Baustoffe für die weitere Belastung des Raumes verantwortlich sein. Dazu seien erneute Messungen erforderlich. „Deshalb haben wir auch eine Kernbohrung vornehmen lassen. Wir müssen das alles aber sehr sorgfältig machen. Das geht nicht in wenigen Tagen.“

Funk zeigte dafür auch Verständnis, betonte aber, dass die Raumnot in der Realschule ohnehin schon groß sei. Er regte an, parallel über den Einsatz von Containern nachzudenken.

„Auch das tun wir“, erklärte Ufferfilge. Er gab aber zu Bedenken, dass Container nicht auf die Schnelle zu beschaffen seien. Zudem müsse man baurechtliche Regelungen beachten, wenn Container aufgestellt werden müssen. Da Fachleute für die Sanierung eingeschaltet seien, könne man davon ausgehen, dass eine zeitnahe Lösung in der Schule erreicht werden könnte. „So lange heißt es wohl weiter, zusammenrücken zu müssen“, erklärte er die Situation.

Den Politikern stellte sich in diesem Zusammenhang die Frage, ob die Kosten für die aufwändige Sanierung vielleicht die im Haushalt veranschlagten Summen übersteigen könnten.

Verlässliche Aussagen sind dazu laut Ufferfilge noch nicht zu machen. „Die belasteten Räume standen ohnehin zur Sanierung an“, sagte er. „Wir haben ein Budget, und wir versuchen, damit hinzukommen.“

Peter Funk regte an, einen Ortstermin mit Eltern und Schulleitung zu vereinbaren. Das sei sicherlich sinnvoll, um die Situation genau einschätzen zu können. Bürgermeister Kian Shahidi zeigte sich damit grundsätzlich einverstanden, gab aber gleichzeitig Entwarnung: „Die Schüler dürfen auf jeden Fall erst dann wieder in die Räume, wenn sie von dem Gutachter freigegeben werden.“

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