Nach 20 Jahren: Christa Plate (CDU) nicht mehr im Stadtrat

„Stets zum Wohle der Stadt und ihrer Bürger entschieden“

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Symbolisch hat sich Christa Plate auf der Bank im Garten der Wildeshauser Zeitung für ein Foto zu Ruhe gesetzt. Sie tritt zur Wahl am 11. September nicht mehr an, will mehr für die Familie da sein. 

Wildeshausen - Von Joachim Decker. 20 Jahre war sie ununterbrochen für die CDU Mitglied im Wildeshauser Stadtrat, drei Ratsperioden im Kreistag und fast ebenso lange stellvertretende Bürgermeisterin in der Kreisstadt. Jetzt aber stellt sich Christa Plate aus Garmhausen in der Landgemeinde nicht mehr zur Wahl: „Jetzt ist Schluss, es gibt auch noch etwas anderes, zum Beispiel Familie und die Enkelkinder.“

Rückblickend habe sie in den 20 Jahren sehr viel mit bewegt. „Mir war es stets wichtig, Entscheidungen zum Wohle der Stadt und der Bürger zu fällen.“ Daher habe sie demokratische Beschlüsse stets mitgetragen: „Auch dann, wenn es mal schwergefallen ist. Aber Ziel war es, die Stadt voranzubringen.“ Daher habe es sie immer wieder geärgert, wenn Politiker nicht in der Lage waren, Entscheidungen mitzutragen: „Außerdem mag ich keine ideologische Politik, ich bin Realist gewesen, der sich um die Themen intensiv gekümmert hat.“ Es habe aber auch Punkte gegeben, die ihr arg an die „Nieren“ gegangen seien: „Aber ich habe stets die Ruhe behalten und das Thema sachlich und vernünftig diskutiert, um am Ende eine für die Stadt passende Entscheidung treffen zu können.“ Daher seien die Fraktionssitzungen immer sehr wichtig gewesen: „Dabei wurden die Dinge stets gut vorbereitet, sodass wir wussten, von was wir sprechen.“

Wenn sie von wichtigen Entscheidungen für die Stadt spricht, erwähnt sie unter anderem Wallschule und Turnhalle „Im Hagen“, Kindergärten, die Privatschule Gut Spascher Sand, die Dorferneuerung und die Städtebauliche Entwicklungsmaßnahme sowie die An- und Umsiedlung von Gewerbe, um nur einiges zu nennen: „Nicht zu vergessen der Schwimmbadbau“, betont Plate.

Noch heute könne sie sich jedoch darüber ärgern, dass es seinerzeit nicht dazu gekommen ist, in den Bauerschaften Straßennamen zu vergeben: „Das habe ich als sehr wichtig angesehen. Schon allein, um zum Beispiel dem Rettungsdienst die Arbeit zu erleichtern, wenn er nachts ein bestimmtes Haus anfahren muss.“ Leider sei dieser Vorschlag nicht verfolgt und umgesetzt worden.

Noch sehr gut hat Plate das Thema „Kuhtradenquerung“ im Gedächtnis: „Das war ein unendliches Hin und Her.“ Seinerzeit war die CDU mit den Grünen zusammen, sodass der Punkt immer wieder kontrovers diskutiert wurde. „Erst mit einer Bürgerbefragung konnte ein positiver Beschluss gefasst und die Querung realisiert werden“, erzählt Plate. Diese Straße sei auch für Einwohner der Landgemeinde eine wichtige Verbindung zum Westring.

Warum aber hat sich Plate seinerzeit entschieden, für den Stadtrat zu kandidieren? „Es wurde damals sehr viel in der Landgemeinde über die Politik in der Stadt geschimpft. Unter anderem, als es um die privaten Kläranlagen ging“, so Plate. Sie habe sich aber gesagt, dass nur der kritisieren und meckern sollte, der auch mitmischt: „So habe ich mich aufstellen lassen und bin sofort in den Rat gewählt worden. Noch heute bin ich stolz auf die guten Wahlergebnisse, die ich erzielt habe.“ Allerdings sei es damals nicht selbstverständlich gewesen, dass Frauen aus der Landgemeinde und von einem landwirtschaftlichen Betrieb in die Politik gehen: „Mir hat es auf alle Fälle Spaß gemacht.“

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