Wohnmobile können wieder am Krandel parken / Betreibermodell angedacht

Stellplatz für zehn Euro am Tag

Neu angelegt wurde diese Fläche.
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Neu angelegt wurde diese Fläche.
  • Dierk Rohdenburg
    vonDierk Rohdenburg
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Wildeshausen – Der Wohnmobilstellplatz im Wildeshauser Krandel ist zwar noch nicht ganz fertiggestellt. Er kann jedoch schon wieder genutzt werden. Das freut unter anderem den Krandelverwalter Wolfgang Sasse ganz besonders. Denn vor wenigen Tagen hatte er im Stadtrat Wert darauf gelegt, dass der Platz schnellstmöglich wieder geöffnet wird. „Auch dann, wenn wir ein paar Euro verlieren“, betonte er.

Das geschieht in der Tat derzeit, weil der Kassenautomat noch nicht installiert ist. Zudem wurde die neue Entgeltordnung gerade erst beschlossen und muss noch umgesetzt werden.

Jetzt 30 Stellplätze

Der Bereich wurde in den vergangenen Monaten um elf Stellplätze auf 30 erweitert. Dazu kommt mehr Parkraum, sodass dort nun 44 Autos sowie drei Busse gleichzeitig stehen können.

Das Bauprojekt hatte sich verzögert, weil die Arbeiter auf Müllablagerungen im Boden gestoßen waren. Der gesamte Bereich der Pagenmarsch war früher als Hausmülldeponie genutzt worden. Da es sich bei den Funden in erster Linie um Bauschutt gehandelt hatte, wurde der Bereich nicht so tief ausgekoffert. Zudem wurde die Wegeführung für Autos in Richtung der Spielscheune „Rämmi Dämmi“ geändert.

Auf dem neuen Platz gibt es in Zukunft ein freies W-LAN. Die Zufahrt erfolgt durch ein Schrankensystem, das auch eine bessere Kontrolle der Bezahlung ermöglichen soll. Der Nutzer hat zunächst an einem Automaten eine Guthabenkarte aufzuladen, mit der er jederzeit auf den Stellplatz fahren kann. Von dem Geld kann er Strom und Trinkwasser beziehen. Die Nutzung soll täglich zehn Euro kosten. Die Kilowattstunde Strom kostet 50 Cent, 100 Liter Wasser gibt es für einen Euro. Damit ist der Stellplatz immer noch günstig im Vergleich zu umliegenden Angeboten. Dort werden laut Stadtverwaltung bis zu 16 Euro täglich verlangt.

Jeder Besucher lässt Geld in der Stadt

Ratsherr Walter Panschar (SPD) hat einmal im Internet geschaut, wie die Nutzer den Platz finden. „Viele bewerten ihn mit vier von fünf Sternen“, berichtete er im Stadtrat. „Wenn man davon ausgeht, dass jeder Besucher täglich rund 50 Euro in Wildeshausen lässt, ist das ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.“

Die Stadtverwaltung prüft in den kommenden Monaten, ob die Entgeltordnung sinnvoll ist. Sie weist auch darauf hin, dass eine Servicebereitsschaft eingerichtet werden muss, weil die Nutzung der Anlage ganzjährig möglich sein soll. „Sollte es zu Störungen im Buchungssystem oder an den technischen Einrichtungen kommen, muss diese Bereitschaft verfügbar sein“, heißt es. Deshalb solle ein Betreibermodell entwickelt werden. Der Verwalter könnte die Anlage auch sauber halten.  dr

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