2G-Regel erleichtert Lokalbesuch

Stauga: „Die Leute freuen sich“

Eintritt für Geimpfte und Genesene: Im „Alten Amtshaus“ werden keine Ausnahmen gemacht.
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Eintritt für Geimpfte und Genesene: Im „Alten Amtshaus“ werden keine Ausnahmen gemacht.

Wildeshausen – Seit drei Wochen gilt in einigen Lokalen im Landkreis Oldenburg die 2G-Regel. Zutritt haben dort nur noch gegen Corona Geimpfte und von der Infektion Genesene. Frank Stauga, Inhaber des „Alten Amtshauses“ in Wildeshausen, zieht eine positive Bilanz: „Die Leute freuen sich und sind begeistert“, berichtet er. „Wir haben hier gut zu tun.“

Zwar gab es nach seiner Ankündigung, die 2G-Regel einführen zu wollen, einige kritische Kommentare in den Sozialen Medien, bei denen sich die Nutzer völlig im Ton vergriffen („Ich kack denen vor die Tür“), doch Stauga hat festgestellt: „Das sind Leute, die nicht oft bei uns waren. Das ist gar nicht mein Publikum.“

Nicht alle Gastwirte halten sich an die Regeln

Ärgerlicher findet der Gastronom, dass es auch in der Kreisstadt Lokale gibt, in denen weder die persönlichen Daten aufgenommen werden, noch jemand prüft, ob der Besucher geimpft, genesen oder getestet (3G-Regel) ist. Andere Wildeshauser haben sogar die Erfahrung gemacht, dass in manchen Lokalen nicht mal mehr die Maskenpflicht kontrolliert wird – und manch einer meldet sich dann auch beim Ordnungsamt des Landkreises Oldenburg mit seinen Erfahrungen.

„Das kommt regelmäßig vor“, sagt die dortige Leiterin Sonhild Lindemann. Man erhalte Hinweise nicht nur von Bürgern, sondern auch von Kollegen aus der Gastronommie. „Es kann nicht sein, dass sich manche an alles sehr penibel halten und andere gar nichts machen“, stellt sie fest. Das sei nicht gut für den Wettbewerb und natürlich auch für die Bekämpfung der Pandemie.

Nach Angaben von Lindemann sind seit eineinhalb Jahren Außendienst-Teams im Landkreis unterwegs, um die Gastronomie zu kontrollieren. Auf der einen Seite sei man natürlich gerne beratend tätig, auf der anderen aber auch prüfend. Das gelte ebenso abends und an Wochenenden.

Es gibt einige Verstöße in der Gastronomie

Die Zahl der festgestellten Verstöße ist beachtlich – wennauch die Ordnungswidrigkeiten oft nicht so gravierend sind. Mal fehlt ein Mund-Nasen-Schutz, mal werden Abstände nicht eingehalten oder das Hygienekonzept ist nicht konsequent umgesetzt. Im Extremfall beenden die Kontrolleure Feiern oder schließen Lokale – wie vergangenes Jahr in Wildeshausen. Im Jahr 2020 wurden 21 Ordnungswidrigkeitenverfahren gegen Gastronomen im Landkreis Oldenburg eingeleitet. Die gezahlten Strafen liegen bei insgesamt 13 000 Euro. In diesem Jahr konnten bislang lediglich acht Verfahren abgeschlossen werden. Hier liegt die gezahlte Strafe bei 1 200 Euro. Die Zahl dürfte aber deutlich steigen, weil viele Verfahren noch nicht endgültig bearbeitet wurden. Zudem werden viele Verstöße vor Gericht verhandelt. „Wir beziehen dort fast täglich Stellung“, so Lindemann.

Für die Gastronomen geht es oftmals um viel Geld. Ein Verstoß gegen die Mund-Nasenschutz-Regelung wird in der Regel „nur“ mit 100 Euro geahndet. Verstöße gegen das Hygienekonzept schlagen nach Angaben von Oliver Galeotti, Pressesprecher des Landkreises, mit 1.000 bis 3.000 Euro zu Buche, Missstände bei der Datenerhebung kosten 500 bis 2.000 Euro. „Eigentlich ist es ja nicht so schwierig, die Regeln zu befolgen, wenn man sich erkundigt“, findet Lindemann. „Wenn dazu aber der Wille fehlt, muss es eben auch Geld kosten.“

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