Feuerwehr Wildeshausen

Start ins Jahr 2020 mit Horror-Unfall auf der A1

Unfall mit vielen Verletzten und zwei Toten: die Feuerwehr am 1. Januar auf der A1.
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Unfall mit vielen Verletzten und zwei Toten: die Feuerwehr am 1. Januar auf der A1.

Wildeshausen – Der Beginn des neuen Jahres 2020 ließ die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Wildeshausen Schlimmes für die Folgemonate ahnen. Zum dritten Einsatz nach Mitternacht wurden die Retter um 1.16 Uhr zu einer Massenkarambolage auf die Autobahn 1 gerufen. Zwei Sattelzugmaschinen und zehn Autos waren im Nebel miteinander kollidiert. Zwei Menschen starben, zwei weitere wurden lebensgefährlich und zehn Personen schwer- oder leicht verletzt.

„Wir hatten nach einem Heckenbrand und einem Kleinbrand durch Feuerwerk gehofft, einen ruhigen Neujahrstag verleben zu können“, erinnert sich Wildeshausens Feuerwehr-Pressesprecher Daniel Engels an die Nacht. Wenige Minuten später sei die Horrormeldung gekommen, die dazu führte, dass zahlreiche Rettungskräfte viele Stunden auf der Autobahn Schwerstarbeit leisten mussten.

157 Einsätze im Jahr 2020

Statistisch entwickelte sich das Jahr, das mit dem Großeinsatz begann, jedoch dann recht durchschnittlich für die Wildeshauser Retter. Sie zählten 157 Einsätze und damit genauso viele wie im vergangenen Jahr sowie in 2018 (154 Einsätze). Im Jahr 2017 hatte es 288 Alarme gegeben. Das lag allerdings daran, dass Stürme diverse Hilfeleistungen an vielen Stellen der Stadt erforderten. „In 2020 sind wir von Extremwetter weitgehend verschont geblieben“, sagt Engels mit Blick auf die Statistik. Die weist auch aus, dass es in der Kreisstadt in den vergangenen zwölf Monaten nicht einen Großbrand gegeben hat. Die Brandschützer aus Wildeshausen mussten allerdings mehrmals mit der Drehleiter in die Nachbargemeinden ausrücken. So brannten am 19. April ein Schuppen in Dötlingen und am 1. August ein Dachstuhl in Colnrade. Am 24. September stand eine Lagerhalle in Delmenhorst in Flammen.

Viele Kleinbrände und technische Hilfeleistungen

„Im Stadtgebiet gab es in diesem Jahr wieder eine Vielzahl von Kleinbränden sowie technischen Hilfeleistungen“, berichtet Engels. Diese abzuarbeiten sei unproblematisch gewesen. Vielleicht gut so, denn die ehrenamtlichen Kräfte mussten auf einige Schulungen verzichten und andere ins Internet verlegen. So wurden Unterweisungen zum Atemschutz oder zu Brandmeldeanlagen online abgehalten. Bei der Wartung von Fahrzeugen sowie wichtigen Besprechungen wurde die Zahl der beteiligten Personen möglichst klein gehalten. Mit Erfolg, denn keiner der Retter hat sich bislang mit dem Coronavirus infiziert.

Fünf Tote auf der Autobahn

Rückblickend bleiben den Wildeshausern somit „nur“ zwei weitere Großeinsätze auf der Autobahn in Erinnerung. Besonders schlimm war ein Unfall am 7. Oktober um 0.20 Uhr auf der A1: Ein Kleintransporter war auf einen Sattelzug aufgefahren und dabei massiv deformiert worden. Die erste Erkundung des Einsatzleiters bestätigte die Vermutungen: In dem total zerstörten Kleintransporter waren fünf tote Personen. die mit schwerem Gerät aus dem Fahrzeug geholt werden mussten.

Am 30. Juli brannte um 10.30 Uhr auf der A1 kurz hinter der Auffahrt Wildeshausen-Nord ein Muldenkipper in voller Ausdehnung. Der Fahrer konnte den Laster verlassen. Das Feuer war schnell gelöscht.

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