Stadtrat verabschiedet Einzelhandelsentwicklungskonzept/„Können loslegen“

„Unendliche Geschichte“ findet ihr Ende

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Seit Jahren steht dieser Gebäudekomplex am Westring leer. Archivfoto: Dejo

Wildeshausen - Von Joachim Decker. Es war eine „Unendliche Geschichte“ in der Kreisstadt – das Einzelhandelsentwicklungskonzept. Und genau hinter dieses Konzept hat der Stadtrat gestern Abend keinen Punkt, sondern ein dickes Ausrufungszeichen gesetzt: Bei einer Enthaltung nahm das Gremium schließlich das Konzept einstimmig zur Kenntnis.

Ferner beschloss der Rat, dass erstellte Gutachten als Grundlage für die künftige Einzelhandels- und die strategische Bauleitplanentwicklung der Stadt zu berücksichtigen. Gleichzeitig wurden alle vorigen Ratsbeschlüsse zu diesem Thema aufgehoben.

„In der Tat geht eine unendliche Geschichte vorbei, die uns schon seit 1994 beschäftigt“, betonte Wolfgang Sasse (CDU). Er machte deutlich, dass es sehr wichtig sei, einen Beschluss auf den Weg zu bringen, der die Planungshoheit des Rates nicht einschränkt und die Rechtslage berücksichtigt. Und das sei nun gelungen. Es habe immer wieder unterschiedliche Sichtweisen gegeben. Aber Rechtsanwalt Erich Deter habe schließlich Licht ins Dunkel gebracht: „Aufgrund des Gutachtens und unseres Beschlusses kann nun die überfällige Überplanung des Bebauungsplanes 50 (Westring) beginnen. Das muss der erste Schritt sein. Jetzt können wir dort und auch in der Innenstadt loslegen, auszubauen.“

Rainer Kolloge (UWG) machte deutlich, dass das Gutachten eine klare Richtlinie sei: „An der müssen wir aber auch kontinuierlich festhalten und dürfen sie nicht ständig in Einzelfällen wieder aufweichen.“ Es sei wichtig, Überkapazitäten zu vermeiden, um so auch Leerstände zu verhindern. Sehr gut sei, dass eine Regelung beschlossen werde, die einen breiten Konsens finde – von der Wirtschaft bis hin zur Politik: „Denn das Gutachtens sagt auch aus, dass Wildeshausen eine positive Entwicklung nimmt und gut aufgestellt ist. Wichtig ist dabei zudem, dass die Innenstadt weiterhin geschützt und gestärkt wird.“

Thomas Johannes (UWG): „Kapital hat seine eigenen Regeln. Jeder Wildeshauser muss auch bereit sein, die Innenstadt zu stärken und in der City einkaufen. Sonst hilft uns auch das beste Gutachten nichts.

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