Stadtrat spricht sich für Windpark Düngstrup aus/Bücher als Dankeschön

„Die Spargel sind zu hoch“

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Ein Präsent als Dankeschön vom Bürgermeister: Wolfgang Sasse, Evelyn Goosmann, Jens Kuraschinski, Wolfgang Däubler, Hartmut Frerichs und Christa Plate (von links).

Wildeshausen - Von zu hohen „Spargeln“ war während der Ratssitzung die Rede, als der Punkt „Bebauungsplan 1a – Neuaufstellung Windpark Düngstrup“ aufgerufen wurde. Längst nicht alle Ratsmitglieder mochten sich mit dem Repowering anfreunden. Bei drei Gegenstimmen und zwei Enthaltungen wurde der Beschluss jedoch gefasst.

„Die Stadt hat Probleme, 38 Meter hohe Strommasten zu akzeptieren, aber bei diesen 200-Meter-Spargeln soll es keine geben. Sie sind einfach zu hoch“, kritisierte Karl Schulze Temming-Hanhoff. Hermann Hitz (UWG): „Die Abwägung dieser Maßnahme im Vorfeld war in meinen Augen eine Wegwägung. Ich werde nicht zustimmen. Christa Plate (CDU) gab zu, dass sie selbst diese Anlagen auch nicht gerade schön findet: „Fakt ist aber, dass wir alle für den Ausstieg aus dem Atomstrom sind, also müssen wir uns auch dafür entscheiden, etwas zu machen.“

Das sah auch Kreszentia Flauger (Die Linke) so: „Wenn wir regenerative Energien wollen, dann müssen wir auch schon etwas dulden. Das ist am Anfang ein ganz normaler Gewöhnungsprozess.“

Während Thomas Johannes (UWG) zum Ausdruck brachte, dass die Anwohner in Düngstrup mit diesen Anlagen gar nicht glücklich seien, sah sein Kollege Sven Debicki die Sache ganz anders: „Ich bin Düngstruper. Und jeder will ,Grünen Strom‘, also bin ich auch für diese Anlagen.“

Frank Stöver (CDU): Wir haben jetzt auf dieser Fläche acht Anlagen stehen. Nach dem Repowering sind es nur noch vier. Das ist in meinen Augen ein Fortschritt, auch wenn die neuen Anlagen entschieden höher sind. Der Meiung war auch Heiner Spille von der UWG: „Die UWG ist gespalren, aber ich spreche für diese Anlagen aus. So hässlich sie in der Landschaft auch sein mögen, können sie jederzeit wieder abgebaut werden, wenn es andere Technologien für die Stromerzeugung gibt. Wir wissen doch alle nicht, was in den nächten Jahren noch kommt.“

Mit einem Dank von Wildeshausens Bürgermeister Jens Kuraschinski an die stellvertretenden Bürger sowie die Ratsvorsitzenden begann die Ratssitzung. Ihnen überreichte er als Dankeschön ein Buch von Peter Hahn.

„Das Jahr neigt sich nun dem Ende entgegen. Ich möchte damit meinen Dank für die gute Zusammenarbeit in den vergangenen Monaten zum Ausdruck bringen. Ich gehe davon aus, dass sich daran im kommenden Jahr nichts ändert“, betonte Kuraschinski.

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