Stadtrat spricht sich für Bauten an der Düngstruper Straße aus

Unterkünfte für Flüchtlinge

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Mediengruppe Kreiszeitung

Wildeshausen - Von Joachim Decker. Bei zwei Enthaltungen hat sich der Wildeshauser Stadtrat am Donnerstag nach kurzer und sachlicher Diskussion dafür ausgesprochen, dass die Stadt das Grundstück an der Düngstruper Straße für die vorübergehende Unterbringung von Flüchtlingen zur Verfügung stellen soll.

Im Rahmen von Erbbaurechten sollen dort Wohnmöglichkeiten geschaffen werden. Kreszentia Flauger (Die Linke) ergriff als erste das Wort: „Ich bin zwar der Meinung, dass diese Fläche zu weit draußen liegt, aber wir brauchen dringend diesen Wohnraum.“ Allerdings erwähnte sie, dass es dort nur für drei und eventuell noch für drei weitere Jahre möglich ist, da es sich um ein reines Gewerbegebiet handelt: „Daher kann ich nicht verstehen, warum der Pachtvertrag mit dem Investor für 15 Jahre abgeschlossen werden soll.“

Dazu Michael Müller von der Verwaltung: „Der Investor errichtet dort über Erbbaurecht mobile Unterkünfte. Baufragen und alles Weitere müssen mit dem Landkreis geklärt werden.“

Wolfgang Sasse (CDU) wollte die Sache möglichst schnell anschieben: „Wir reden hier von Flüchtlingen, die in Turnhallen leben, was sicherlich nicht ideal ist. Ich möchte dort auf alle Fälle nicht leben.“ Es sei daher wichtig, diese Möglichkeit jetzt zu nutzen: „Wir haben alles geprüft, was machbar ist. Wo aber sind andere Grundstücke?“ Fakt sei, dass die Verwaltung einen guten Job gemacht habe: „Gut war auch, dass wir eingebunden wurden, was nicht hätte gemacht werden müssen.“ Daher solle jetzt schnell ein Zeichen gesetzt werden: „Schließlich möchten wir doch unsere Hallen wieder für die normale Nutzung frei haben.“

Von der Tagesordnung genommen wurde dagegen das Thema „Sozialer Wohnungsbau am Lehmkuhlenweg“. Dazu hatte Flauger einen umfangreichen Antrag gestellt. Schließlich forderte sie auch, den Punkt doch noch zu behandeln, um dort schnell reagieren zu können. „Zu diesem Thema ist für den 21. Januar bekanntlich eine Sondersitzung vorgesehen, um die Sache detailliert beraten zu können“, betonte der Ratsvorsitzende Hartmut Frerichs (SPD).

Sasse plädierte ebenfalls dafür, den Punkt erst im Januar zu beraten: „Wir können uns dabei jetzt keine Schnellschüsse erlauben.“ Ähnlich sah dies Rainer Kolloge (UWG): „Sicherlich muss es jetzt schnell gehen, aber wir müssen die Bevölkerung mitnehmen.“ Der Bauantrag könne dagegen ja schon gestellt werden.

Stephan Rollié (CDU): „Zur diesem Thema haben auch wir einen Antrag gestellt. Wenn wir also heute beraten, wird dieser ganz klar ausgehebelt.“

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