Stadthaus feiert morgen 25-jährigen „Geburtstag“

Erste Planungen lagen schon vor 50 Jahren auf dem Tisch

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So sah der Marktplatz in früheren Jahren über lange Zeit aus. Rechts das Rathaus.

Wildeshausen - Das Wildeshauser Stadthaus feiert morgen im Rahmen des Gänsemarktes Jubiläum: Seit 25 Jahren ist es Sitz der Verwaltung. Aber die Geschichte des Hauses ist viele Jahre älter. Das geht aus der Chronik hervor, die von der Verwaltung gefertigt wurde.

Danach reichen die Pläne für den Bau eines neuen Rathauses in die 60er-Jahre zurück: Bereits am 18. Mai 1965 beschloss der Stadtrat, hierfür einen Architektenwettbewerb auszuschreiben. Dieses Vorhaben wurde allerdings erst in den 80er-Jahren umgesetzt.

Klaus Römer, 1990 stellvertretender Stadtdirektor, bestätigt in seinem Grußwort diese ersten Planungen von 1965: „Aber wirklich ernsthafte Anläufe gab es nicht. Es gab dringendere Projekte wie den Bau von Schulen, des Bauhofes und der Feuerwehr, die natürlich zuerst verwirklicht werden mussten.“

1965 war Manfred Rollié bereits CDU-Ratsherr, und mehr als 20 Jahre später konnte er als Bürgermeister der Wittekindstadt die Grundsteinlegung und schließlich auch die Eröffnung des neuen Verwaltungsgebäudes vornehmen.

Sowohl am 31. Mai 1979 als auch am 4. Juni 1981 beschloss der Rat den Bau eines Verwaltungsgebäudes zwischen Burgstraße, Kleine Straße und Markt. „Die Entscheidung im Rat ist mit großer Übereinstimmung aller gefasst worden. Nur beim Standort ging es etwas hin und her. Im Gespräch war der jetzige Gildepatz, der Standort der alten Realschule oder eben mitten in der Stadt am Marktplatz“, erinnert sich Römer. „Es sollte auf jeden Fall ein Magnet für die Leute werden. Ein Verwaltungsgebäude am Rande der Stadt wäre sicherlich nicht so akzeptiert worden.“

Ein städtebaulicher Ideenwettbewerb zur Umgestaltung des Areals wurde 1986 durchgeführt. Am 24. September trat das Preisgericht zusammen, um sechs anonymisiert eingereichte Arbeiten zu bewerten. Diesem gehörten neben Fachpersonen Bürgermeister Rollié und Ratsherr Karl Tedsen (CDU) sowie der damalige SPD-Ratsherr und spätere erste hauptamtliche Bürgermeister Franz Duin an.

Das Preisgericht vergab den ersten Preis an die Diplom-Ingenieure und Architekten Werner Schumann und Wolfram von Lange aus Hannover. Das Preisgeld betrug 18600 DM.

Am 17. August 1988 war es soweit, die Arbeiten konnten beginnen. Den ersten Spatenstich nahm Rollié am 9. September vor. Nach zweijähriger Bauzeit konnte die Verwaltung am 31. August 1990 schließlich in ihr neues Domizil im Stadtkern einziehen.

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