Stadtentwicklungsausschuss berät

DLRG sucht weiter nach Domizil

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Das Gelände hinter dem Krandelbad wäre nach Ansicht der DLRG gut für ein Vereinsheim geeignet. 

Wildeshausen – Wo findet die DLRG-Ortsgruppe Wildeshausen ein dauerhaftes Domizil? „Ich weiß es derzeit nicht“, sagt der Vorsitzende des Vereins, Carsten Petermann. „Ich weiß nur, dass wir mit unseren Mitgliedern nicht weiter sprichwörtlich in der Luft hängen wollen. Wir müssen die Suche endlich abschließen und wieder Ruhe in den Verein bekommen.“

Seit der Schließung und dem Abriss des alten Krandelbades im Jahr 2012 haben die Wasserretter kein Vereinsheim mehr. Zunächst waren sie in die Immobilie des ehemaligen Kindergartens an der Harpstedter Straße gezogen, jetzt nutzen sie vorübergehend das ehemalige Feuerwehrhaus an der Hunte. Doch dort müssen sie bald wieder ausziehen, weil die Stadt an der Stelle ein Urgeschichtliches Zentrum plant.

Donnerstag befasst sich der Ausschuss für Stadtentwicklung, Tourismus, Sport und Kultur erneut mit einer möglichen Standortentscheidung. Aller Voraussicht nach gibt es aber derzeit keine Fläche, die sich uneingeschränkt für ein DLRG-Vereinsheim mit angeschlossener Fahrzeughalle eignet. Die Anforderungen umreißt Petermann mit einer Flächengröße von mindestens 2000 Quadratmetern in Stadtnähe, damit Kinder und Jugendliche mit dem Fahrrad kommen können. Zudem möchte der Verein das Areal gerne kaufen oder in Erbpacht übernehmen, um Fördergelder beantragen zu können.

Bislang ist noch niemand an die DLRG herangetreten und konnte ein gutes Angebot unterbreiten. So stehen in der Ausschussunterlage für die Sitzung nur die beiden Standorte am Krandelbad und in der Pagenmarsch neben dem Feuerwehrhaus zur Diskussion. Große Teile der Politik haben sich allerdings bislang gegen einen Neubau des Vereinsheims auf dem Badgelände ausgesprochen. Die Kritik richtet sich unter anderem dagegen, dass der recht große Bau nicht zum Gelände passt und dass die Zuwegung problematisch ist. Die DLRG favorisiert den Standort hingegen, weil er direkt neben der Haupttrainings- und Ausbildungsstätte liegt. Größeres Material sei direkt vor Ort, heißt es. Die Fahrzeughalle könnte zudem, so Petermann, auf Niveau des Badbetriebshofes errichtet werden. „Dadurch würde das Gebäude von der Liegewiese wie ein eingeschossiges Vereinsheim wirken“, so Petermann.

Die von einigen Politikern befürwortete Fläche neben der Feuerwehr ist nach Einschätzung der DLRG zu klein für das benötigte Gebäude. In seiner Abwägung stellt Petermann fest: „Planerisch ist hier für uns die Errichtung eines zweigeschossigen Gebäudes mit 750 Quadratmetern Grundfläche sowie den Zu- und Abfahrten auf der gesamten Breite der Halle nicht möglich. Sollte die Stadt jedoch ein solches Gebäude dort platzieren können, würden wir uns diesen Vorschlag gerne anschauen.“ Als weitere Nachteile des Standortes Pagenmarsch nennt Petermann hohe Kosten wegen der Bodenbeschaffenheit und der Entsorgung kontaminierten Erdreichs, einen teuren Zaun zum Feuerwehrgelände sowie die Notwendigkeit, den Erdwall zu durchbrechen, um eine Zufahrt zu ermöglichen.

Wo also könnte die DLRG sonst bleiben? Ratsherr Marko Bahr (FDP) hat bereits vorgeschlagen, ein Grundstück in einem Gewerbegebiet zur Verfügung zu stellen. Grundsätzlich wäre Petermann da gar nicht abgeneigt. Um sich weiter damit zu befassen, müsste ihm jedoch erst einmal ein brauchbares Angebot vorliegen.  

 dr

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