Stadt wird Hunteschul-Sporthalle als Notunterkunft nutzen/HGV-Empfang zu Perspektiven

Noch keine Unterkunft für 110 Flüchtlinge

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Die „Swing-Club-Singers“ unterhielten die Gäste des Empfangs.

Wildeshausen - Die Flüchtlingsproblematik überdeckt viele Diskussionen zur Entwicklung im Landkreis Oldenburg. Das zeigte sich auch im Rahmen des Jahresempfangs des Handels- und Gewerbevereins (HGV) am Dienstagabend im Wildeshauser Rathaus. Bürgermeister Jens Kuraschinski machte deutlich, dass er für 110 der 386 bis Ende März in die Kreisstadt Zuwandernden noch keine Unterkunft hat. Es seien zwar bereits 40 Wohnungen angemietet worden, doch das reiche nicht. Somit sei damit zu rechnen, dass schon bald die Sporthalle der Hunteschule als Notunterkunft belegt wird.

Auch Landrat Carsten Harings wurde deutlich: „Die Zugangszahlen müssen massiv reduziert werden. Handelt endlich!“, sagte er mit Blick auf die Bundespolitik. Zwar sei es schwierig, Unterkünfte zu finden, doch „die größte Aufgabe steht uns mit der Integration noch bevor“, so der Landrat. Er habe die Amtshilfe für das Innenministerium zum 15. Februar gekündigt, doch könne man nicht damit rechnen, dass die beiden großen Sporthallen am Gymnasium und den BBS dann sofort frei wären. „Wir brauchen sie wohl noch als Pufferzonen“, so Harings.

Doch nicht nur das Flüchtlingsthema beschäftigt Landrat und Bürgermeister. In Wildeshausen ist die Zahl der Grundschüler so hoch, dass nicht genügend Klassenräume zur Verfügung stehen. Den Wunsch der Wildeshauser Politik, die Hunteschule als Grundschulstandort zu nutzen, bezeichnete Haring als „nachvollziehbar“. Er sei gerne bereit, mit dem Bürgermeister ein „konstruktives Gespräch“ zu führen. Kuraschinski mahnte zudem mit Blick auf die anwesenden Landtagsabgeordneten Björn Thümler, Karl-Heinz Bley und Renate Geuter an, dass das Land für finanziellen Ausgleich sorgen müsse. Die Stadt benötigt für die Inklusion und Ganztagsschulen deutlich mehr Räume an den Grundschulen.

Kuraschinski hatte aber auch positive Nachrichten für die Gäste des Empfangs: Schon bald werde es ein neues Konzept für die Wirtschaftsförderung geben, die Stadt mache bis 2019 keine weiteren Schulden, und der Breitbandausbau werde forciert. Zudem werden schon bald die ersten Workshops im Rahmen von „Wildeshausen 2030“ angeboten, unter anderem zum Einzelhandel.

dr

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