Mobile Gruppenräume sollen aber vermieden werden 

Stadt Wildeshausen plant viele neue Krippenplätze

Beifall für neue Krippenplätze? In diesem Fall singen die Kleinsten der „Sternschnuppe“ allerdings lediglich ein Lied. - Fotos: dr

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Die Situation ist durchaus misslich, denn nach Angaben der Stadtverwaltung ist derzeit davon auszugehen, dass in Wildeshausen für 33 Kinder, die für einen Krippenplatz angemeldet sind, kein Betreuungsort zur Verfügung steht. Nun möchte die Stadt aber schnell gegensteuern, auf mobile Gruppenräume soll jedoch vorerst verzichtet werden.

Laut der bislang noch nicht öffentlich zugänglichen Vorlage für den Ausschuss für Ordnung, Soziales und Familie am 4. Mai im Stadthaus, wird für zehn der 33 angemeldeten Kinder der Betreuungsbedarf erst nach dem 1. August, also im Laufe des ersten Halbjahres in 2018 geltend gemacht. Gleichzeitig haben 23 Krippenkinder, die derzeit in Wildeshauser Einrichtungen betreut oder noch aufgenommen werden sollen, ihren Wohnsitz nicht in Wildeshausen.

Die SPD-Fraktion hatte in einem Antrag die Errichtung von mobilen Gruppenräumen für den Fall beantragt, dass zeitnah nicht genügend Plätze zur Verfügung gestellt werden können. Es gibt aber zwei Möglichkeiten, in der Kreisstadt relativ schnell für eine Erhöhung der Krippenplätze zu sorgen, die nun erwogen werden: Bereits vor einem Jahr hat der Verwaltungsausschuss der Stadt beschlossen, eine zusätzliche Vormittagskindergartengruppe in der heilpädagogischen Kindertagesstätte „Farbenfroh“ der Lebenshilfe einzurichten, sofern sich ein entsprechender Bedarf abzeichnet. Dieser Bedarf existiert zwar derzeit nicht, aber der Träger hätte auch großes Interesse an einer Krippengruppe auf dem Gelände am Lehmkuhlenweg. Vorbehaltlich einer Einigung über die Finanzierung und die Betriebserlaubnis wäre nach Einschätzung der Stadtverwaltung eine Umsetzung zum neuen Kindergartenjahr oder bis Ende des Jahres möglich. Gleichzeitig wäre auf dem Areal zusätzlich die Einrichtung eines integrativen Kindergartens weiterhin denkbar.

Auf dem Areal des Lebenshilfe-Kindergartens in Wildeshausen könnten neue Gruppenräume eingerichtet werden.

Ebenfalls vor einem Jahr hat die Stadt Fördermittel in Höhe von 180 000 Euro für den Ausbau der Kinderbetreuung beantragt. Geplant ist der Anbau einer Krippengruppe beim evangelischen Kindergarten „Sternschnuppe“. Die Liegenschaft gehört der Stadt. Noch ist zwar nicht ganz klar, wie hoch die Förderung des Landes für das Projekt sein wird, dennoch liegt die Genehmigung des Landkreises für den vorzeitigen Maßnahmebeginn ebenso vor, wie eine Bewilligung der Förderung in Höhe von 46 500 Euro. Die Verwaltung schlägt nun vor, die konkrete Planung nach Verabschiedung der Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen für den Ausbau der Tagesbetreuung zu beginnen. Deshalb soll bereits in der kommenden Woche ein Planer vorgeschlagen werden. Das Ausbaukonzept soll den politischen Gremien dann schnellstmöglich vorgelegt werden, damit sich die Krippenversorgung in der Stadt schon bald deutlich verbessert.

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