Gute Luftqualität

Stadt Wildeshausen bleibt Luftkurort

Mit Urkunde: Bürgermeister Jens Kuraschinski, Claudia Olberding (links) vom Verkehrsverein und Birte Hogeback (Stadtverwaltung).
+
Mit Urkunde: Bürgermeister Jens Kuraschinski, Claudia Olberding (links) vom Verkehrsverein und Birte Hogeback (Stadtverwaltung).

Seit 1977 ist Wildeshausen Luftkurort und wird es auch bleiben. Das Land hat den Status erneut anerkannt. Die Auszeichnung ist wichtig für den Tourismus.

Wildeshausen – Wildeshausen bleibt staatlich anerkannter Luftkurort. Kürzlich erreichte ein entsprechender Bescheid des niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung aus Hannover das Stadthaus, heißt es in einer Pressemitteilung von Freitag. Die Auszeichnung bezieht sich auf den Kernort der Stadt und gilt für zehn Jahre.

Das Prädikat Luftkurort wurde der Stadt Wildeshausen erstmals 1977 verliehen, letztmalig 2010. Nach nunmehr zehn Jahren war turnusgemäß eine neue Überprüfung notwendig. Mitte 2019 begannen die vorbereitenden Maßnahmen der Stadtverwaltung. Hierzu mussten unter anderem Erhebungsbögen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) und des Amtes für regionale Landesentwicklung Weser-Ems ausgefüllt werden. Über einen Zeitraum von mehr als einem Jahr wurden von Mitarbeitern des Bauhofes an zwei Messstellen am Löhnsweg und der alten Feuerwehr wöchentliche Luftqualitätsproben entnommen, die anschließend vom DWD in einer bioklimatischen Beurteilung und einem Luftqualitätsgutachten ausgewertet wurden. Letzteres zog sich rund acht Monate hin, sodass sich das gesamte Verfahren etwas verzögert hat.

Werbung für die Stadt

Bei der Bewertung eines Luftkurortes kommt es jedoch nicht nur auf die Luftqualität an. Mitarbeiterinnen des Amtes für regionale Landesentwicklung waren in diesem Sommer für eine Begehung vor Ort und verschafften sich in Begleitung von Bürgermeister Jens Kuraschinski, Claudia Olberding, Verkehrsverein, und Birte Hogeback, Stadtverwaltung, ein Bild. Unter anderem ging es um Angebote im Bereich Sport, Gesundheit, Natur, Kultur und Tourismus. Auch Themen wie Barrierefreiheit, Verkehrsanbindungen oder Lärmschutz wurden in die Bewertung mit eingezogen.

Olberding zeigt sich erfreut, mit dem Prädikat in den kommenden Jahren für die Stadt weiter werben zu können. „Nicht nur in Zeiten, in denen nachhaltiger Tourismus eine neue Wertschätzung erfährt und Wohlfühlen sowie ,Natur erleben‘ entscheidende Urlaubsthemen sind, ist gute Luftqualität von großer Bedeutung. Mit dem Prädikat verbunden ist neben einem hohen Anteil sterneklassifizierter Gästebetten auch eine zertifizierte, serviceorientierte Tourist-Information. So bieten wir unseren Gästen mit dem ,Luftkurort‘ ein Gesamtpaket an Qualität und Verlässlichkeit“, so Olberding.

„Nicht auf dem Prädikat ausruhen“

Auch Kuraschinski freut sich über die erneute Bestätigung. „Das Vorhandensein von Ärzten, Apotheken, medizinisch-therapeutischen Einrichtungen, Hotels und Gastronomie oder Sport- und Freizeitmöglichkeiten ist ein wichtiger Bestandteil, und ich danke allen, die dazu beitragen, dass wir sowohl für unsere Bürgerinnen und Bürger als auch für unsere Gäste gut aufgestellt sind. Was wir allerdings nicht dürfen, ist uns nun auf dem Prädikat auszuruhen“, so Kuraschinski. „Diese Prüfung hat uns gezeigt, dass die Anforderungen an einen Luftkurort nach wie vor hoch sind“, gibt der Bürgermeister zu bedenken.

Ein Beispiel ist die Neuausweisung von sogenannten Terrainkurwegen. Hierzu mussten zwei neue Wanderwege ausgearbeitet werden, die in ihrem Anspruch unterschiedlich hoch sind. „Häufig kann die Intensität durch ansteigende Wege erhöht werden, was jedoch in einem flachen Gebiet wie Wildeshausen kaum möglich ist“, berichtet Hogeback. Zusammen mit dem Verkehrsverein wurden daher zwei Wege mit unterschiedlichen Längen und unterschiedlichen Bodenbeschaffenheiten ausgearbeitet und anschließend durch das Institut für medizinische Informationsverarbeitung, Biometrie und Epidemiologie in München klassifiziert und begutachtet.

Einig sind sich alle Beteiligten darüber, dass das Thema „Luftkurort“ mehr in den Fokus gesetzt werden sollte. Erste Ideen liegen bereits vor, sollen aber noch nicht öffentlich bekannt gemacht werden.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Meistgelesene Artikel

Backshop soll und muss noch umziehen

Backshop soll und muss noch umziehen

Backshop soll und muss noch umziehen
Hitlergruß, Tritte und Faustschläge in Wildeshausen

Hitlergruß, Tritte und Faustschläge in Wildeshausen

Hitlergruß, Tritte und Faustschläge in Wildeshausen
Existenzbedrohend für Hausbauer

Existenzbedrohend für Hausbauer

Existenzbedrohend für Hausbauer
Leitungen und Fachkräfte wegen Corona am Limit

Leitungen und Fachkräfte wegen Corona am Limit

Leitungen und Fachkräfte wegen Corona am Limit

Kommentare