Weitere Hürde vor dem Polizei-Umzug beseitigt

Stadt verkauft Areal an das Land

Hier soll bald die neue Polizeidienststelle eingerichtet werden.

Wildeshausen - Dann kann es ja bald losgehen mit den Vorbereitungsarbeiten für den Umzug der Polizei von der Herrlichkeit in Wildeshausen an die Daimlerstraße. Am Donnerstagabend stimmte der Verwaltungsausschuss der Stadt einer Änderung des Bebauungsplanes im Gewerbegebiet Vor Lüerte zu, damit dort eine Immobilie zur neuen Polizeidienststelle umgebaut werden kann. Die öffentliche Auslegung des Planentwurfs kann nun erfolgen, parallel werden die Behörden und Träger öffentlicher Belange um Stellungnahme gebeten.

Da ein bislang als Parkplatz vorgesehenes Grundstück nicht mehr zu Kauf steht, hat der Verwaltungsausschuss zugestimmt, eine benachbarte Fläche in der Größe von 1.150 Quadratmetern an das Land Niedersachsen zu verkaufen. Der Kaufpreis beträgt die in Gewerbegebieten üblichen 18 Euro abzüglich der nachzuweisenden Herrichtungskosten zur Baureifmachung für das Teilstück. Zudem wird das Land die Umgestaltungsarbeiten an einem dort befindlichen Regenrückhaltebecken und die Kosten übernehmen. Das Land trägt außerdem die Kosten für Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen in Höhe von etwa 15.500 Euro.

Polizeioberrat Markus Voth hatte vor wenigen Wochen dem Bauausschuss geschildert, dass die Beamten schnellstmöglich umziehen müssen, da die Situation in den alten Gebäuden nicht mehr den modernen Anfordernissen entspricht. „Die Lage ist dort schlecht“, umriss er. Der Sanierungsbedarf der fünf denkmalgeschützten Gebäude sei hoch, der Brandschutz entspreche nicht den gültigen Standards, der Pflegebedarf sei immens, zudem gebe es nur einen Wartebereich und schon gar keine umfassende Einzäunung des Bereiches. „Das ist ein Novum“, erklärte Voth. Es fehlten 500 Quadratmeter Raum, die Einsatzfahrzeuge müssten mangels Garagen im Winter von Schnee und Eis befreit werden, im Sommer sei es in den Autos bei Sonne extrem heiß. Da sich das Kommissariat in einer Sackgasse befinde, könnte ein Sabotageakt mit Nagelmatten die einzige Zufahrt unbefahrbar machen. Die Einsatzfahrten durch den verkehrsberuhigten Bereich seien gefährlich, zudem koste das immer viel Zeit.

Aus all diesen Gründen war die Polizei bereits seit mehr als 25 Jahren auf der Suche nach einer Alternative. „Das gestaltete sich aber schon deshalb schwierig, weil das Ministerium verlangt, dass eine neue Immobilie kostenneutral realisiert werden muss“, so Voth.

In den vergangenen Jahren prüfte die Polizei diverse Angebote. Letztlich blieb nur die Immobilie an der Daimlerstraße übrig, die ideal gelegen und kostengünstig ist. „Wir haben jetzt das Geld“, erklärte Voth und machte deutlich, dass die Stadtrandlage gar nicht so schlecht ist. „Wir haben Einsatzorte überall im Landkreis. Vom neuen Standort kommen wir dort gut hin.“

Die Polizei plant zudem, ein Büro für einen Kontaktbeamten im Stadthaus einzurichten, um für den Bürger vor Ort zu sein. „Das ist ein deutliches Signal“, so Voth. 

dr

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