Aktionsplan wird entwickelt

Stadt muss Maßnahmen gegen Lärm einleiten

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Auf dem Westring ist die Lärmbelastung hoch. Hier muss die Stadt Maßnahmen zur Reduzierung planen.

Wildeshausen - Lärm ist gesundheitsgefährdend. Aus diesem Grunde gibt es eine Umgebungslärmrichtlinie auf europäischer Ebene, die in den Gemeinden einzuhalten ist. Die Kommunen sind verpflichtet, Lärmaktionspläne aufzustellen, mit denen Probleme und Auswirkungen geregelt werden.

Wie Bürgermeister Jens Kuraschinski berichtete gehört die Stadt Wildeshausen sogar zu den Gemeinden, die nicht nur einen Aktionsplan aufstellen, sondern auch konkrete Maßnahmen planen müssen. Es geht dabei um die Lärmreduzierung an klassifizierten Hauptverkehrsstraßen wie Autobahnen und Bundes- sowie Landesstraßen. In der Kreisstadt sind die Autobahn 1, Nord- und Westring, Delmenhorster Straße sowie Harpstedter Straße betroffen.

Welche Maßnahmen nun erfolgen müssen, wird mit den Straßenbaulastträgern, also dem Bund und dem Land, geklärt und dann umgesetzt. „Im Verfahren ist die Öffentlichkeit umfassend zu beteiligen und der Aktionsplan formell zu beschließen“, heißt es vom Bürgermeister. „Dazu wird Wildeshausen ein auf Lärmgutachten spezialisiertes Ingenieurbüro beauftragen.“

Die Richtlinie sieht vor, Lärm in einem dreistufigen Verfahren zu bekämpfen: Lärmkartierung, Aktionsplanung und Maßnahmenrealisierung.

Mit der Verabschiedung der Richtlinie reagierte die Europäische Union auf die Erkenntnis, dass es in den vergangenen Jahrzehnten nicht gelungen war, die überwiegend verkehrsbedingte Belastung der Bevölkerung vor allem in den Städten zu verringern. Zwar nahmen die Emissionen der einzelnen Fahrzeuge ab, doch gleichzeitig nahm der Verkehr enorm zu.

Tempo 30 als eine Lösung?

Die Gemeinden haben die von der „Zentralen Unterstützungsstelle Luftreinhaltung, Lärm, Gefahrstoffe und Störfallvorsorge“ erstellen Lärmkarten bereits übermittelt bekommen. Die Kommunen wurden zudem über die Ergebnisse der Kartierung informiert.

Mögliche Maßnahmen in einem Aktionsplan sind die Anordnung von Tempo 30, entweder durchgehend oder gegebenenfalls nachts, oder die Aufbringung eines lärmarmeren Straßenbelags (meist erst dann, wenn ohnehin eine Sanierung erfolgen soll). Allgemeine Initiativen können die Förderung des Rad-, des Fuß- und des Öffentlichen Personennahverkehrs sein.

dr

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