Politik berät über Umzug der Hunteschule nach Spasche

Stadt möchte IGS-Gebäude mieten

Steht seit August leer: Das Gebäude der Integrierten Gesamtschule in Spasche.
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Steht seit August leer: Das Gebäude der Integrierten Gesamtschule in Spasche.

Wildeshausen – In die Diskussion über neue Schulstandorte in Wildeshausen kommt jetzt ordentlich Bewegung. Nachdem Manfred Rebensburg, Ratsherr der Grünen, und Wolfgang Sasse, CDU-Ratsherr sowie Kreistagsmitglied, am 14. Dezember in einem Brief an Stadtrat und Kreistag angeregt hatten, die Hunteschule (Förderschule Lernen) in das Gebäude der ehemaligen Integrierten Gesamtschule (IGS) in Spasche ziehen zu lassen, gibt es nun eine eigens anberaumte Schulausschusssitzung.

Am Donnerstag, 4. Februar, versammelt sich das Gremium ab 18 Uhr in der Sporthalle der Wallschule, um 19.30 Uhr soll dann der Rat zum gleichen Thema tagen.

Die Zeit drängt, denn bislang ist der Umzug der Hunteschule im Sommer in die Immobilie der St.-Peter-Schule vorgesehen. Wenn der Rat den Umzug in das IGS-Gebäude befürwortet, muss sich auch noch der Kreistag des Landkreises Oldenburg damit befassen, weil er der Träger der Hunteschule ist.

„Vorteile für Holbein- und Hnteschule“

„Der Umzug hat erhebliche Vorteile für die Holbein- und die Hunteschule“, betonten Rebensburg und Sasse in ihrem Brief. Die Hunteschule hätte nach einem Umzug eine „eigene Schule“ mit vielen Räumen und einer Sporthalle zur Mitnutzung. Auch eine Fortführung über das Jahr 2027 hinaus wäre bei einer gesetzlichen Änderung möglich. „Die Liegenschaft ist auch deshalb ideal“, so Rebensburg am Donnerstag, „weil die Klassenräume recht klein sind. Das passt genau für eine Förderschule mit wenigen Schülern.“

Für den Landkreis soll die Idee keine finanziellen Auswirkungen haben. „Er bezahlt die Miete, die bei der Unterbringung in der Liegenschaft der Holbein-/St.-Peter-Schule zu zahlen wäre. Die Miete und alle übrigen Kosten für das IGS-Gebäude Spasche zahlt die Stadt“, erklärt Sasse.

Containeklassen können abgebaut werden

Auch die Holbeinschule könnte massiv profitieren, meinen Rebensburg und Sasse. Bei der Nutzung von deutlich mehr Räumen am bisherigen Standort der St.-Peter-Schule könnten alle Containerklassenräume abgebaut werden. Es seien zudem keine Umbauten an der Holbeinschule mehr nötig.

Die Stadt Wildeshausen könnte im gleichen Zug vier bis sechs Räume in den neuen Anbauten an der St.-Peter-Turnhalle sowie in der ehemaligen St.-Peter-Schule zur Verfügung stellen. Somit könnten auch an der Realschule die Containerklassenräume abgebaut werden. Zudem, so Sasse und Rebensburg, wäre mit diesen Maßnahmen kein Ausbau der Realschule mehr nötig. Somit könnte die Erweiterung der Hauptschule, die erst ab dem Jahr 2025 eingeplant ist, vorher anvisiert werden.

Stadtverwaltung befürwortet die Pläne

Ganz offensichtlich ist die Stadtverwaltung bei ihrer Prüfung auch zu der Einschätzung gekommen, dass die vorgeschlagene Maßnahme praktikabel und finanziell umzusetzen ist. „Mit Freiwerden der IGS Gut Spasche im vergangenen Jahr haben wir in Wildeshausen eine hervorragende Möglichkeit, die Deckung des Raumbedarfs alternativ zu organisieren“, so Bürgermeister Jens Kuraschinski in einer Mittei lung. „Durch einen Bezug des Gebäudes durch die Hunteschule wäre kurzfristig an zwei Standorten der Einsatz von Mobilbauklassen entbehrlich. Zwar entstehen durch die Anmietung des IGS-Gebäudes Mehraufwendungen im Teilhaushalt, die Nutzung bis zum Jahr 2027 würde aber neben optimierten Raumbedingungen die Probleme insgesamt deutlich entspannen“, heißt es in einer Mitteilung der Stadt.

Nach derzeitigem Plan soll die Hunteschule ab Sommer bis 2027 in die frei werdenden Räume an der St.-Peter-Schule ziehen. Da die Förderschule ausläuft, kann die Holbeinschule nach und nach die frei werdenden Räume übernehmen.

Die im Zuge des geplanten Schultausches parallel noch zu schaffenden Fachräume an der Liegenschaft (Anbau an die Sporthalle) könnten dann durch die Realschule übernommen werden, müssten allerdings als allgemeine Unterrichtsräume hergerichtet werden.

„Das Projekt ist voll im Zeitplan und weit fortgeschritten“, so Manfred Meyer, städtischer Baudezernent und Projektleiter. „Wir brauchen daher kurzfristig eine Entscheidung, damit die Baumaßnahmen an der Holbeinschule sowie am Turnhallenanbau umdisponiert werden können.“  dr

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