Industriegebiet Wildeshausen-West: 48 Hektar für Waldersatz vorgesehen

Wildeshausen konkretisiert Pläne

Ausgleich für Wald: Die Stadt oder der Investor müssen für das Industriegebiet umfangreiche Erstaufforstungen finanzieren. Archivfoto: jh
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Ausgleich für Wald: Die Stadt oder der Investor müssen für das Industriegebiet umfangreiche Erstaufforstungen finanzieren. Archivfoto: jh

Wildeshausen – Die Stadt Wildeshausen hat die Flächen für Ersatzpflanzungen zum Bau des geplanten Industriegebietes Wildeshausen-West konkretisiert. Es wurden 40 Hektar für neuen Wald oder eine Waldaufwertung benannt.

Auf diesem Wege soll der Landkreis Oldenburg überzeugt werden, grünes Licht für die Änderung des Flächennutzungsplans zu geben. Vorgesehen ist, den Plan am 15. Juli im Stadtrat zu beschließen und dem Landkreis Oldenburg zur Genehmigung vorzulegen. Darin enthalten ist auch die Abwägung zu den vorgesehenen Kompensationsmaßnahmen für die Abholzung des Waldes sowie den Artenschutz. Die Unterlagen wurden im Vorfeld mit der Kreisverwaltung abgestimmt, weil diese im vergangenen Jahr einen größeren Klärungsbedarf erkannt hatte. Daraufhin hatte die Stadt die Planänderung zurückgezogen. Das war vor einigen Jahren schon einmal der Fall gewesen.

Was die Abholzung des Waldes betrifft, stellt die Stadt nun in der Abwägung fest, dass sich im weiteren Umfeld des Planungsgebietes mehrere geeignete Flächen sowohl in der Gemeinde Großenkneten als auch in Wildeshausen befinden, die sich für den Waldersatz (Erstaufforstung) eignen. Darunter seien auch anerkannte Areale, auf denen damit bereits begonnen worden sei. Die Stadt nennt 48 Hektar, die für den Waldersatz herangezogen werden können. Weitere Ausgleichsmaßnahmen seien unter anderem beim Pestruper Gräberfeld denkbar.

Konkrete Flächen werden später benannt

Im Rahmen der an die Änderung des Flächennutzungsplanes anschließende Aufstellung des Bebauungsplanes sollen die geeigneten Flächen konkret benannt und deren Sicherung nachgewiesen werden.

„Die Stadt Wildeshausen gewichtet die Schaffung gewerblicher Flächen höher als den Erhalt von Wald, der im Ergebnis einen Verzicht auf eine weitere industrielle Entwicklung in Wildeshausen bedeuten würde, da alternative Flächen derzeit nicht zur Verfügung stehen“, heißt es in der Beschlussempfehlung für den am Dienstag, 6. Juli, ab 18.15 Uhr im Rathaus tagenden Bauausschuss, der eine Empfehlung ausspricht.

Die Stadtverwaltung verweist in diesem Zusammenhang auf eine Analyse, die ergab, dass in Wildeshausen an anderer Stelle keine Grundstücke für die industrielle Nutzung mehr zur Verfügung gestellt werden können. In der Analyse heißt es: „Baureife und marktfähige Gewerbeflächen sind aktuell oder kurzfristig nur in eingeschränkter Größenordnung von gut sechs Hektar in Wildeshausen verfügbar.“ Davon liegen fünf Hektar in der Städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme „Vor Bargloy“, die starken Einschränkungen unterworfen sei. Zudem gebe es für diese Bereiche bereits fünf Anfragen, sodass sich die Fläche deutlich reduziere. Größere zusammenhängende Gewerbe- sowie Industrieflächen seien aktuell nicht verfügbar.

Auch im interkommunalen Gewerbegebiet „Hockensberg“ in der Gemeinde Dötlingen sind keine Industrie-, sondern Gewerbegebiete festgesetzt. Zudem werden die zur Verfügung stehenden Flächen auf die beteiligten drei Kommunen aufgeteilt. Für die Änderung des Flächennutzungsplanes ist keine erneute Auslegung nötig, heißt es von der Stadt.  

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