Begeisterung hält sich in Grenzen

Stadt könnte der öffentlichen Bücherei helfen

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Die Bücherei muss komplett renoviert werden.

Wildeshausen - Die öffentliche Bücherei der katholischen Kirche in Wildeshausen strebt nach 20 Jahren eine gründliche Renovierung an, um auch weiterhin zukunftsfähig sein zu können. Dort müssen nicht nur die Bodenbeläge ausgetauscht und die Wände gestrichen werden.

Auch die fest installierten Regalsysteme aus dem Jahr 1997 sind nicht mehr zeitgemäß und können nicht für Veranstaltungen zur Seite gerückt werden. Wie berichtet, ist die Renovierung recht teuer. Sie kostet rund 110.000 Euro.

Weil sich die katholische Kirche eine Kostenübernahme in Höhe von 90.000 Euro durch die Stadt Wildeshausen erhofft, war Provisor Bernhard Kramer am Donnerstagabend in den Ausschuss für Stadtentwicklung, Tourismus, Sport und Kultur gekommen, um das Projekt vorzustellen. 

Er berichtete, dass er auf weitere Mittel des Offizialats hofft. Zudem plant er, die Umzugs- und Einlagerungskosten für die Bücher durch ehrenamtliches Engagement aus der Kirchengemeinde einsparen zu können. „Dann müsste die Stadt 70.000 Euro zahlen, die über ein unverzinsliches Darlehen des Offizialats innerhalb von fünf Jahren zu tilgen wären“, so Kramer.

Die Begeisterung für den Plan hielt sich im Ausschuss in Grenzen. Zwar war Jens-Peter Hennken (CDW) der Ansicht, dass eine Bücherei zu einem Mittelzentrum und einer Kreisstadt gehört, „doch ich habe Probleme damit, in anderer Leute Eigentum zu investieren“, so der Christdemokrat.

Klaus Schultze (Grüne), der auch im Büchereibeirat aktiv ist, lobte die erfolgreiche Arbeit, schlug aber vor, lediglich 45 000 Euro für die Möbel zu zahlen. Er ist der Ansicht, dass die Einrichtung an anderer Stelle noch viel mehr Potenzial hat.

Schließlich einigten sich die Ausschussmitglieder, die benötigten 61 000 Euro für die Möbel bezahlen zu wollen. Sie sollen allerdings im Eigentum der Stadt bleiben. Ob eine beschränkte Ausschreibung für das Mobiliar überhaupt durch die Kommune erfolgen kann, muss allerdings noch geprüft werden. Die Stadtverwaltung äußerte daran erhebliche Zweifel.

dr

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