Stadt investiert 90000 Euro/Arbeiten bis Mitte November abgeschlossen

Trauzimmer soll heller und moderner werden

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Marten Kämena sägt die alte Holzverkleidung im Trauzimmer auseinander.

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Wer sich in Wildeshausen standesamtlich trauen lassen möchte, hat derzeit nur im „Alten Amtshaus“ dazu Gelegenheit. Das Trauzimmer im historischen Rathaus steht voraussichtlich bis Mitte November nicht zur Verfügung.

Nachdem das Zimmer bereits Ende vergangener Woche geleert worden war, kamen gestern die Handwerker und demontierten alte Holzwandschränke an der Stirnseite des Raumes und die Schiebetüren zu einem Lagerraum, der während des Gildefestes als Verpflegungsraum der Wache dient.

Seit Jahren beklagten sich Paare, die im Rathaus den Bund fürs Leben schließen wollten, darüber, dass das Trauzimmer recht dunkel ist. Zudem sei das Zimmer relativ klein.

Das soll sich nun zumindest teilweise ändern. Auf jeden Fall kommt das dunkle Holz weg und wird der Raum in hellere Farben getaucht. Zwar blicken die Gäste auch nach der Renovierung durch das Fenster auf die benachbarte Hauswand, doch von der anderen Seite, also aus dem Wachezimmer, kommt in Zukunft deutlich mehr Licht herein. Der Raum kann zudem einbezogen werden, wenn Gesellschaften größer sind.

Die Kosten für die Umwandlung werden mit 90000 Euro veranschlagt. Geplant sind auch leichte und helle Stoffe mit dezent gestreiften warmen Rottönen – den Stadtfarben. Für die Brautpaarstühle sowie die Bestuhlung der Trauzeugen sollen Hussen aus dem gleichen Stoff gefertigt werden.

Gestern räumten die beiden Tischler Marvin Lohfeld und Marten Kämena von der Firma Warrelmann aus Delmenhorst erst einmal die dunkle Holzverkleidung zur Seite. Dabei kam neben einer Wandbemalung sogar eine Wahlbenachrichtigung für die Kommunalwahl am 29. September 1968 zum Vorschein. Gewählt wurde damals im Gasthof Astra-Eck an der Ahlhorner Straße. Wie der Schein hinter die Holzverkleidung gerutscht ist, bleibt wohl ein Geheimnis.

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