IGS-Gebäude in Spasche wird in Internetportalen angeboten

Stadt berät im Herbst über Schulmiete

Ein ungewöhnliches Angebot: In Wildeshausen wird eine komplette Schule vermietet. Ab August steht sie zunächst leer.
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Ein ungewöhnliches Angebot: In Wildeshausen wird eine komplette Schule vermietet. Ab August steht sie zunächst leer.
  • Dierk Rohdenburg
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Wildeshausen – „Komplette Schule zu mieten“ – so berichtete unsere Zeitung vor wenigen Wochen zum Erstaunen vieler Wildeshauser Ratsmitglieder vom Angebot, das Gebäude zu nutzen, in dem bis Ende des Schuljahres die Integrierte Gesamtschule Gut Spascher Sand untergebracht war. Nun wird die Liegenschaft in Internetportalen offeriert. Das ist für diese Art von Immobilien durchaus ungewöhnlich. Die Miete beträgt monatlich 12 900 Euro.

Grundsätzlich ist auch die Stadt Wildeshausen an dem Objekt interessiert, da insbesondere in der Realschule Raumnot herrscht. Allerdings wird das Mietangebot erst im nächsten Schulausschuss der Stadt im Herbst ein Thema sein. Darauf hat sich nach Angaben von Stadtpressesprecher Hans Ufferfilge der Verwaltungsausschuss verständigt. In einer Antwort der Stadtverwaltung auf eine Anfrage des fraktionslosen Ratsherrn Karl Schulze Temming-Hanhoff heißt es von der Stadt, dass am 2. Juli im Verwaltungsausschuss ein Wirtschaftlichkeitsvergleich vorgestellt worden sei. Auch eine Nutzung durch die Hauptschule sei dort erörtert worden. Eine Unterbringung der Holbein-Grundschule, wie von Temming-Hanhoff ins Gespräch gebracht, schließt die Stadtverwaltung aus, da diese Überlegung der geltenden Beschlusslage zur Lösung der Raumnot an den Grundschulen widerspreche.

Auch die Kritik des Ratsherren daran, dass eine Beratung über die Nutzung der ehemaligen IGS-Immobilie erst im Herbst erfolgen soll, weist die Stadtverwaltung zurück: „Es liegt kein Zeitdruck vor“, heißt es. „Die bisherige Übergangslösung mittels Mobilbauklassen ist angemessen.“

Vermieter der Immobilie an der Dr.-Pickart-Straße ist die Spascher Sand-Immobiliengesellschaft, deren Geschäftsführer Ingo Stritter ist. Er hatte vor einigen Monaten den Kontakt zur Stadtverwaltung aufgenommen und die Schule angeboten.

Bislang gab es Stritters Angaben zufolge durchaus auch andere Interessenten. Manche würden aber nur einen Teil des Gebäudes nutzen wollen, berichtet er. „Grundsätzlich wäre die Stadt Wildeshausen der ideale Partner“, so der Geschäftsführer. Die Schule sei schließlich komplett eingerichtet. Laut Exposé ist das Gebäude ab August mit der Zweckbestimmung „Bildung“ zur Vermietung frei. Die Immobilie erstreckt sich über drei Etagen und hat im Erdgeschoss zwei Klassenräume mit Nebenräumen, einen Aufenthalts- und Pausenraum, eine Essenausgabe und Spülküche, zwei Umkleideräume, Technik-, Lager-, Putzmittel- sowie Vorratsräume und eine Waschküche.

Im Obergeschoss gibt es unter anderem das Sekretariat mit drei Räumen, zwei Pausenräume, ein Lehrerzimmer, zwei Klassenzimmer, zwei naturwissenschaftliche Klassenräume und einen Sammlungsraum. Im Dachgeschoss befinden sich unter anderem sechs Klassenräume. Zum Außenbereich gehören ein Pavillon, ein Basketballplatz, ein Hartplatz, ein Fahrradunterstand sowie ein Kunstrasenplatz.  dr

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