Acht Coronainfizierte im Landkreis: Virus immer weniger ansteckend

Stabilisierung auf niedrigem Niveau

Regelmäßige Tests: Im Rahmen von Screeningmaßnahmen sollen Infizierte aufgespürt werden.  
Symbolfoto: dpa
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Regelmäßige Tests: Im Rahmen von Screeningmaßnahmen sollen Infizierte aufgespürt werden. Symbolfoto: dpa
  • Dierk Rohdenburg
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Wildeshausen – Derzeit gibt es im Landkreis Oldenburg, was die Zahl der Coronainfektionen betrifft, nur gute Nachrichten. So ist die Zahl der Infizierten mit Stand Freitagmittag um zwei auf acht Personen gesunken. Derzeit sind in Wildeshausen drei Menschen an Corona erkrankt, in der Gemeinde Großenkneten sind es fünf.

Doch es gibt weitere positive Meldungen: „Bemerkenswert ist, dass bei jüngst registrierten Covid-19-Erkrankungen die Infektiosität des Virus nur sehr gering war“, teilte Kreissprecher Oliver Galeotti mit. „Dies wird durch den sogenannten CT-Wert dargestellt, und je höher dieser Wert ist, umso geringer ansteckender ist das Virus. Dies deutet zumeist darauf hin, dass die Krankheit im Abklingen ist oder nur noch sogenannte Virenreste vorhanden sind.“ Diese, so Galeotti, ergeben zwar einen positiven Test, dennoch geht keine Ansteckungsgefahr davon aus. „Es kann auch darauf hindeuten, dass die jeweilig positiv getestete Person die Krankheit unbemerkt durchlebt hat. Ungeachtet dessen überprüft das Kreisgesundheitsamt selbstverständlich auch in diesen Fällen das gesamte Umfeld engmaschig und konsequent.“

Zu den Basismaßnahmen für alle Bürger – Abstand halten, penibel auf Hygiene achten und da, wo kein Abstand gewahrt werden kann, eine Alltagsmaske tragen – führt das Gesundheitsamt des Landkreises Oldenburg seit einigen Tagen in Absprache mit Senioreneinrichtungen ein Screening durch. Im Rahmen dieser Maßnahmen können risikoangepasst bestimmte Gruppen, wie beispielsweise Mitarbeiter, die von Reisen zurückkehren, getestet werden. „Hierbei werden immer wieder Tests bei unterschiedlichen Angestellten der Einrichtungen im Kreisgebiet vorgenommen, um im Fall einer Infektion schnell und konsequent handeln zu können“, berichtet Galeotti. Diese Art von Screening erfolge auch in enger Absprache mit den Schlacht- und Zerlegebetrieben im Landkreis Oldenburg. Dort wird derzeit rund 15 Prozent der Belegschaft wöchentlich getestet. Geplant ist aber von der Landesregierung, dass jeder Mitarbeiter in Zukunft einen negativen Test vorweisen muss, der nicht älter als zehn Tage ist. Der Erlass ist jedoch noch nicht gültig.

Bei den derzeit laufenden Testungen ist es das Ziel, Einzelinfektionen schnell zu erkennen und entsprechend umfänglich reagieren zu können. „Ergänzend zu den sehr wichtigen Basismaßnahmen wird so durch die schwerpunktmäßigen Screenings in besonders gefährdeten Betrieben und durch die zeitnahe Kontaktermittlung sowie Quarantäneverhängung des Gesundheitsamtes, das Infektionsgeschehen bislang erfolgreich zurückgedrängt“, bilanziert Galeotti.

Trotz der vereinzelten Krankheitsfälle konnten die Fallzahlen wieder auf einem niedrigen Niveau stabilisiert werden. So liegt der Wochendurchschnitt aktuell bei 0,8 Neuerkrankten auf 100 000 Einwohner.

Unterdessen erreichen den Landkreis immer wieder Beschwerden von Bürgen, dass Abstandsregeln in der Gastronomie und bei Wochenmärkten nicht eingehalten werden. „Wir gehen allen Hinweisen nach, die uns übermittelt werden“, erklärt Galeotti auf Nachfrage unserer Zeitung. „Wir bitten allerdings um Verständnis, dass wir aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht mitteilen, wann und wo Kontrollen durchgeführt wurden und werden. Insgesamt wurden im gesamten Landkreis Oldenburg mehr als 50 Verfahren zu Ordnungswidrigkeiten mit gewerblichen Bezug eingeleitet. Inklusive einer vorübergehenden Schließung eines Betriebes im Gastro-Bereich.“  dr

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