Kosten für die Anlage im Krandel deutlich gestiegen / GW Kleinkneten beantragt Zuschuss

Sportvereine benötigen Geld für ihre Anlagen

Aufwendig und teuer: Die Pflege des Krandelstadions erfordert immer größere Anstrengungen. ARCHIVFoto: dr

Wildeshausen – Die beiden Wildeshauser Sportvereine VfL Wittekind und Grün-Weiß (GW) Kleinenkneten bitten die Stadt um finanzielle Unterstützung, damit sie die Pflege und den Betrieb ihrer Anlagen bezahlen können. Der Ausschuss für Stadtentwicklung wird sich am Donnerstag, 5. März, mit den Anträgen beschäftigen. Die zusätzlichen Aufwendungen dürften rund 40 000 Euro jährlich betragen. Die Stadtverwaltung befürwortet in ihren Stellungnahmen die Unterstützung der beiden Vereine ausdrücklich.

Seit einigen Jahren gibt es einen Pachtvertrag zwischen der Stadt Wildeshausen und dem VfL Wittekind Wildeshausen, der die Verwaltung und Pflege der Anlagen im Krandel beinhaltet. Wiederholt hat die Politik festgestellt, dass sich die Sportstätte durch die Arbeit der Krandelverwaltung in einem vorbildlichen Zustand befindet.

Seit dem Jahr 2012 beträgt die Kostenerstattung laut Vertrag jährlich 75 000 Euro. Allerdings wurde vor drei Jahren bekannt, dass die Zahlungen der Stadt an den VfL der Umsatzsteuerpflicht unterliegen, was zu einer nicht unerheblichen Reduzierung des für die Bewirtschaftung zur Verfügung stehenden Etats geführt hatte. Als Reaktion darauf erhält die Krandelverwaltung seit dem Jahr 2016 82 000 Euro.

Nach Angaben des Vereins ist diese Summe aber aus verschiedenen Gründen nicht mehr ausreichend. Ausschlaggebend dafür sind vor allem die extremen Witterungsverhältnisse der Jahre 2017 (extrem nass und kühl) sowie 2018 und 2019 (trocken und heiß). Diese haben die Anforderungen an die Er- und Unterhaltung der Trainingsplätze sowie des Stadionplatzes deutlich erhöht, heißt es.

Neben allgemein gestiegenen Kosten ist der Pflegeaufwand im Krandel auch dadurch deutlich größer geworden, dass die nebenanliegende Beachsportanlage in Betrieb genommen wurde. Die Bewirtschaftung wird von der Krandelverwaltung mit 5 000 Euro jährlich veranschlagt. Die Stadtverwaltung verweist in ihrer Ausschussvorlage auch auf Kosten für die Erstellung einer Bilanz, höhere Dünger- und Rasensamenpreise und die Notwendigkeit, den Zweckverband Kommunal-Service-Nord mit der jährlichen Regeneration der Rasenflächen zu beauftragen.

Im Rahmen eines Änderungsvertrages würde sich die Kostenerstattung für die Krandelverwaltung um 13 000 Euro erhöhen. Zudem soll die Entwicklung der Verbraucherpreise im neuen Vertrag berücksichtigt und im Rahmen der Zuwendungen angepasst werden.

Der Verein Grün Weiß Kleinenkneten hatte sich im vergangenen Jahr erstmals mit einem Antrag auf Übernahme der laufenden Ausgaben in Höhe von 27 000 Euro bei der Stadt gemeldet. Schon damals hatte der Verein mitgeteilt, dass er sich einen dauerhaften Zuschuss wünscht. Der Klub benötigt das Geld für die Objektpflege, Gas, Wasser sowie Strom und sonstige Nebenkosten.

Aus Sicht der Stadtverwaltung sollte GW Kleinenkneten ein Zuschuss gewährt werden. „Sämtliche Betriebskosten für die städtischen Sporthallen werden von der Stadt getragen“, heißt es in der Stellungnahme. „Alle Sportvereine, die dem Niedersächsischen Sportbund angehören, sowie Jugendgruppen, soweit sie Mitglied im Stadtjugendring sind, sind von der Entrichtung von Entgelten für die Nutzung der städtischen Sportanlagen befreit. Schwimmverein und DLRG nutzen das Krandelbad kostenlos“, wird weiter ausgeführt. Von daher wäre es in diesem Kontext sinnvoll, GW Kleinenkneten Zuschüsse für die Objektpflege sowie Energiekosten zu gewähren. Im Gegenzug sollte die Anlage für besondere Veranstaltungen im städtischen Interesse zur Verfügung gestellt werden. Beispielhaft werden Bundesjugendspiele oder Jugendfeuerwehrtage genannt, die in Kleinenkneten ausgerichtet werden könnten.  dr

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