Realschüler entwickeln interessante Geschäftsideen für erdachte Firmen

Sportschuh mit drei Sohlen und „Frozen Döner“

Die fiktive Realschul-Firma „Ted-Shop“ gestaltet Stofftiere ganz nach dem Wunsch des Kunden.

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Es wird nicht mehr lange dauern, dann werden alle namhaften Sportler den Wunderschuh „X Future“ tragen. Das glauben fünf Schüler der Realschule Wildeshausen. Denn das Werk großer Schuhmacherkunst hat drei auswechselbare Sohlen. „Mit Klicksystem“, preist Sion Laible das Produkt an.

Doch aller Voraussicht nach werden weder die Werder-Profis noch die Handballer von Holstein Kiel jemals die Bekanntschaft der Wildeshauser Schüler und mit dem „X Future“ machen. Der Schuh existiert lediglich in der Fantasie von Sion Laible, Tim Zaeper, Daniel Herzog, Marcel Geier und Rivan Samy Kret aus dem Profilfach Wirtschaft 9. Über Monate machten sich die Jungen Gedanken zu Produktion und Vermarktung. Sie gründeten die fiktive Mephex GmbH, die den Schuh für 219,99 Euro verkauft. Der Businessplan sieht vor, 750 000 Euro zu investieren, um den „X Future“ zu bewerben und Profis zu engagieren. Der Schuh, der sich dem Fuß anpasst, soll, so das Konzept, über das Internet verkauft werden.

Neun Klassen stellten am Dienstag ihre Produktideen vor. „Seit vier Jahren haben wir die Profilkurse Wirtschaft“, berichteten die Fachlehrerinnen Anne Köhler und Heimke zur Kammer. „Die Teilnehmer sollen lernen, was alles zu einem Unternehmen gehört, und sie müssen hier ihr Produkt optimal darstellen.“

Die Schüler der achten Klassen besuchten die Messe und gewannen einen Eindruck von dem, was sie im kommenden Jahr leisten müssen. Unterdessen gingen einige Lehrer von Stand zu Stand, fragten detailliert nach und bewerteten die Präsentation. So fragte Schulleiter Jan Pössel durchaus kritisch nach, warum die Döner bei „Frozen Döner“ eher wir Wraps aussahen. „Die Wraps konnten wir besser präsentieren“, antwortete Sina Wilken professionell. Selbstverständlich könne der Kunde aber verschiedene Varianten wählen. Die Gesellschaft mit beschränkter Haftung, bestehend aus Justen Cercur, Tom Hartung, Sina Wilkens und Solen Sabri Ali, plant fiktiv, eine Filiale in Schlosshöfen in Oldenburg zu eröffnen. „Es gab in Oldenburg mal ein Frozen-Joghurt-Geschäft“, so Silken. „Wir wollen aber eine süße Hauptmahlzeit anbieten.“

Was in der Aula der Realschule auffiel: An einigen Ständen ging es bei den fiktiven Firmen um Essen. Da gab es vegetarische Speisen, die in Bremen angeboten werden sollen, ebenso wie leckere Torten und Burger beim „Burgermeister“.

Eher ungewöhnlich war dagegen der „Ted-Shop“. Die Gesellschafter hatten nicht nur Visitenkarten, sondern auch eigene T-Shirts bedruckt. Die Firma möchte Stofftiere ganz nach dem Wunsch der Kunden herstellen. Der Käufer kann sogar die Menge der Füllung selbst bestimmen. Aber nicht nur das: Die Teddys können sprechen und haben einen hörbaren Herzschlag. Über eine Liste bieten sich dem Kunden viele unterschiedliche Ausstattungen, produziert werden die Stofftiere dann in Hannover.

In diesem Fall haben sich die Schüler für eine Offene Handelsgesellschaft entschieden. Alle Gesellschafter sind gleichermaßen an Gewinn und Verlust beteiligt.

Der einzige Gewinn, der den neuen Firmen an der Realschule zunächst winkte, war allerdings eine gute Note – und die hatten sich die meisten ganz offensichtlich redlich verdient.

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