Lotto-Sport-Stiftung fördert Sprachförderprojekt an vier Wildeshauser Kindergärten mit 19 500 Euro

„Spielwiese Deutsch“ für Integration

Erfreut über die Förderung sind Kerrin Mellmann, Kian Shahidi, Annette Schulze, Rita Manietta, Jens Eberhardt (Leiter „Sternschnuppe“) und Elisabeth Spenner (v.l.).

Wildeshausen - WILDESHAUSEN (dr) · Über einen echten „Glücksfall“ konnte gestern die Verwaltung der Stadt Wildeshausen berichten. Die Lotto-Sport-Stiftung finanziert ein Sprachförderprojekt für ausländische Kinder und Kinder mit Migrationshintergrund im Alter von drei bis fünf Jahren mit 19 500 Euro für ein Jahr.

„Toll, dass wir so unterstützt werden“, freute sich die Leiterin des Kindergartens Johanneum, Elisabeth Spenner. „Es ist ja gar nicht so leicht, dafür Förderungen zu bekommen.“

Hintergrund der Unterstützung ist der verstärkte Zuzug von kurdischen Kindern aus dem Irak in die Stadt Wildeshausen. Annette Schulze, im Fachbereich Bürger zuständig für Integrationsmaßnahmen in der Stadt, macht deutlich, dass mittlerweile 78 Kinder in den Einrichtungen ausländischer Herkunft sind. Die Hälfte der Kinder kommt aus dem Irak, auch aus Vietnam kommen viele Kinder. Nicht eingerechnet sind Kinder mit Migrationshintergrund aus Aussiedlerfamilien oder anderer Nationalitäten, die mittlerweile einen deutschen Pass besitzen. Eine Bedarfserhebung in den Kindergärten habe ergeben, dass es einen erheblichen Bedarf an Sprachförderung gebe.

Bislang gibt es zwei Fördermöglichkeiten für Kindergartenkinder. Im Rahmen der vorschulischen Sprachförderung unterrichten die Grundschulen die Kinder an den Kindergärten, die im nächsten Jahr in die Grundschule kommen. Zudem gibt es eine vom Land geförderte Maßnahme zum Erwerb der deutschen Sprache im Elementarbereich für Kinder im Alter von drei bis fünf Jahren. „Hierfür stehen den Kindergärten Pusteblume, Schatzinsel, Johanneum und Sternschnuppe 27 Stunden zur Verfügung“, erklärt Fachbereichsleiterin Rita Manietta. Die Maßnahme werde auch durch die Stadt gefördert.

Doch diese Aktivitäten reichen bei weitem nicht, um den Kindern die deutsche Sprache beizubringen. Umso wichtiger ist nun das neue Projekt, das 20 Wochenstunden gezielte Arbeit einer Sprachförderkraft in den vier Einrichtungen ermöglicht. Das Projekt kostet 21 000 Euro. Somit muss die Stadt noch 1 500 Euro zuschießen. Eine Sprachförderkraft wird noch gesucht, damit es möglichst schnell losgehen kann.

„Wir unternehmen alles, um die Integration voran zu treiben“, bekräftigte Bürgermeister Kian Shahidi, der sich ausdrücklich bei der Lotto-Sport-Stiftung bedankte. „Es ist schön, dass wir endlich auch einmal bedacht werden“, sagte er mit Blick darauf, dass viele Anträge negativ beschieden wurden. Die Chance, eine Anschlussfinanzierung zu bekommen, ist aber sehr gering. „Wir sehen das als eine Anschubfinanzierung“, so die Leiterin der „Schatzinsel“, Kerrin Mellmann. Darauf könne man vielleicht dauerhaft aufbauen.

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