Wildeshauser Musiker ziehen Bilanz

Spielmannszug: Hackerangriff nach drei Tagen abgewehrt

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Jens Kuraschinski (1.Vorsitzender), Hartmut Frerichs (50 Jahre), Jörn Büscherhoff (800 Auftritte), Fred Wachsmann (25 Jahre), Rolf Desens (25 Jahre), Hartmut Posenauer (50 Jahre) und Jens Hoffmann (Tambourmajor) nach der Ehrung.

Wildeshausen - Ein tragischer Verlust, ein übler Hackerangriff sowie enge Finanzen prägten die Jahreshauptversammlung des Wildeshauser Spielmannszuges am Freitagabend im Reitersaal der Gildestube in Zwischenbrücken. Dort konnte der 1. Vorsitzende Jens Kuraschinski rund 50 Mitglieder begrüßen.

Er dankte allen Aktiven des Spielmannszuges und der Beat & Brassband sowie seinen Vorstandskollegen für die vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Einen tiefen Einschnitt erfuhr der Verein durch den plötzlichen, tragischen Verlust des 2. Geschäftsführers Marcus Emke. Kurschinski lobte Peter Petersen, der die dadurch entstandene Vakanz in der Vorstandsarbeit mit seinem Einsatz schließen konnte. Weiterhin dankte er dem „Mann des Internets“, Jens Hoffmann, dass er nach einer Hackerattacke den Webauftritt innerhalb von drei Tagen wieder hergestellt hatte.

Der Spielmannszug hatte im vergangenen Jahr sechs Auftritte mehr als im Jahr 2016 und kam damit auf 54 Einsätze. Die Beat & Brassband bestritt 33 Auftritte. Das sind sieben mehr als im Jahr zuvor.

Insgesamt hat der Verein 250 Mitglieder, davon sind 73 aktiv. Dass die Zahlen relativ konstant sind, hängt laut Kuraschinski mit der Attraktivität und der Bekanntheit des Wildeshauser Gildefestes zusammen. Immerhin wird ein großer Anteil aller Einsätze in der Pfingstwoche abgeleistet.

Investitionen mit Bedacht

Ausruhen können sich die Verantwortlichen dennoch nicht. „Investitionen und Aufwendungen müssen fortan weiter vor dem Hintergrund der Finanzen wohl bedacht sein“, mahnte der erste Vorsitzende aufgrund steigender Kosten. 

„Hierzu ist anzumerken, dass wir uns unser Vereinsheim nicht leisten könnten, wenn wir nicht mietfrei in den Räumen unterhalb der Volkshochschule residieren dürften“, ergänzte Kuraschinski und richtete seinen Dank an die Mitglieder des Rates, insbesondere aber an das anwesende Ehrenmitglied Hartmut Frerichs.

Geschäftsführer Christian Niester konnte folglich auch nur ein kleines Plus in der Kasse bilanzieren. Die beiden Prüfer Isabelle Jarren und Hartmut Frerichs bescheinigten dem Geschäftsführer eine tadellose Führung und beantragten die Entlastung des Vorstands. Dem folgte die Versammlung einstimmig. Hartmut Posenauer wird in diesem Jahr für Hartmut Frerichs die Kasse prüfen.

Ehre für langjährige Treue

Tambourmajor Jens Hoffmann hob die dreitägige Klausur in Barnstorf hervor. „Wir haben die Zeit nicht nur zum Proben genutzt, sondern sind uns auch menschlich näher gekommen“, resümierte er.

Der Spielmannszug hat mit dem Koburger Marsch und dem Brucker Lagermarsch zwei neue Stücke einstudiert. Die Beat & Brassband hat nunmehr „Hey Baby“ von DJ Ötzi im Repertoire.

Kuraschinski ehrte für langjährige Mitgliedschaft Hartmut Frerichs und Hartmut Posenauer (50 Jahre). Fred Wachsmann und Rolf Desens sind seit 25 Jahren aktiv. Jörn Büscherhoff wurde von Tambourmajor Hoffmann für 800 Auftritte geehrt. - hri

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