Baumskulpturen: „Spiel in luftiger Höhe“

Offizielle Eröffnung der Freibad-Saison im Krandelbad

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Jens Kuraschinski (l.) und Marcel Buller (3.v.l.) sprangen mit weiteren Schwimmern ins 50-Meter-Becken.

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Das hölzerne Skulpturenpaar unter dem Titel „Spiel in luftiger Höhe“ hatte schon lange Badehose beziehungsweise Bikini an, als Bürgermeister Jens Kuraschinski mit Krandelbadleiter Marcel Buller und weiteren Frühschwimmern am Montag einen Kopfsprung zur Eröffnung der Freibadsaison in Wildeshausen hinlegte.

Unter Hochdruck hatte Künstler Uwe Oswald eine Buche und eine Eiche, die abgestorben waren, mit der Motorsäge bearbeitet. So schälten sich langsam ein Mann mit Wasserball und eine Frau heraus, die sich gegenüberstehen und einen hübschen Blickfang auf der Liegewiese des Freibades bieten.

Bürger haben mit Loskauf etwas für sich selbst finanziert

„Ursprünglich wollte der Bauhof nicht nur die Krone abnehmen, sondern beide Bäume mit Stumpf entfernen“, berichtete Baudezernent Manfred Meyer. Dann aber sei ihm der Gedanke gekommen, dass daraus doch Kunst werden könnte. Die Stadt suchte einen Sponsor und fand die Volksbank, die aus dem Topf des Gewinnsparens rund 4000 Euro locker machte. „Somit haben die Bürger über den Loskauf etwas Schönes für sich selbst finanziert“, betonte Volksbank-Vorstand Frank Ostertag.

Jens Kuraschinski, Frank Ostertag, Manfred Meyer und Uwe Oswald (v.l.) vor der Frauenskulptur im Krandelbad.

Der Rat der Stadt genehmigte die Aktion sehr zügig, und so konnte der Künstler kurz vor Ostern loslegen. „Das war schon ungewöhnlich, wie schnell das hier in Wildeshausen abgewickelt wurde“, freute sich Oswald über die Abstimmung zwischen Stadt und Kreditinstitut. Rund sechs Stunden war er täglich mit der Motorsäge aktiv. Die Köpfe der beiden Figuren befinden sich in einer Höhe von 6,20 Metern. „Die Figuren befreien sich aus der Schale“, erklärte der Künstler. Der Entwicklungsprozess sei auch jetzt noch durch die Spuren der Säge zu sehen. Gespannt dürfe man sein, wie sich die Figuren entwickelten, denn sie seien ja aus frischem Holz gesägt worden.

Bad zum Start komplett überholt worden

Das Wasser des Freibades war am Montag 25 Grad warm, als offiziell angebadet wurde.

In den vergangenen Wochen war der Außenbereich komplett überholt worden. So mussten Fliesen erneuert und die Überlaufroste ersetzt werden. Das Bad hat eine neue Farbgebung aus Grün- und Grautönen, die Filter wurden aufgefüllt und Sprungturm sowie Rutsche vom Tüv abgenommen.

Das Nichtschwimmerbecken kann allerdings erst ab Anfang Juni genutzt werden. „Es war schon gefüllt, als wir in der vergangenen Woche einen Rohrbruch im Zulauf hatten“, berichtete Stadtpressesprecher Hans Ufferfilge. Deshalb habe man 700 Kubikmeter Wasser wieder ablaufen lassen, um die Rohre zu schweißen. Einige Fliesen hatten zudem dem Druck nicht standgehalten. Da nun neues Wasser eingefüllt wird und dann noch eine Abnahme durch das Gesundheitsamt fällig ist, dürfte es einige Tage dauern, bis das Becken nutzbar ist. Alle weiteren Bereiche sind nun bis Mitte September geöffnet.

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