Spiegel mit Decken verhängt

Bridgeverein Wildeshausen feiert 25-jähriges Bestehen

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Vor dem Spielen wurde mit einem Gläschen Sekt aufs 25-jährige Bestehen des Vereins angestoßen.

Wildeshausen - Von Joachim Decker. Da durfte natürlich auch ein Gläschen Sekt nicht fehlen: Das 25-jährige Bestehen ihres Clubs feierten am Donnerstagabend die Mitglieder des Bridge-Vereins Wildeshausen in ihren Räumen an der Wilhelmshöhe mit einer Bridgerunde. Die eigentliche Geburtstagsfeier geht am Sonntag, 24. September, ab 11 Uhr im „Reitersaal“ der „Gildestube“ über die Bühne. Dafür hat auch Wildeshausens Bürgermeister Jens Kuraschinski schon sein Kommen zugesagt.

Noch sehr gut kann sich die heutige Sportwartin Sigrid Schulze Temming-Hanhoff daran erinnern, wie es zur Gründung des Vereins am 31. August 1992 gekommen war: „Ich hatte damals Irmgard Peters in der Stadt getroffen, die mir erzählte, dass sie in einem Delmenhorster Club das Bridgespiel erlernt. Sie hatte auch schon einige Wildeshauser überzeugen können, mitzumachen.“ Dann aber seien von ihr Überlegungen angestellt worden, in der Kreisstadt einen Verein ins Leben zu rufen: „Die ewige Fahrerei nach Delmenhorst wurde ihr zu viel.“

Mitgliederverhältnis: 90:10 für die Frauen

Am 31. August war es dann soweit, zwölf Gründungsmitglieder trafen sich in der Gaststätte „Kayserhaus“, die als Spielort auserkoren worden war. Zur Vorsitzenden wurde Ilse Burfind gewählt. Zweite Vorsitzende wurde Annegret Sommer, Sportwartin Hertha Scharn, zweite Sportwartin Irmgard Peters, Kassenwartin Eva Gehring und Schriftführerin Eva Koch. „Damit war unser Verein geboren, der langsam aber stetig gewachsen ist, sodass wir heute 79 Mitglieder zählen“, betonen Temming-Hanhoff und die erste Vorsitzende Christa Stroot. Während das Mitgliederverhältnis etwa 90:10 für die Frauen ausfalle, seien die Bridgespieler zwischen 30 und 93 Jahre alt.

„Es war schon recht spannend, als wir seinerzeit im ,Kayserhaus‘ begonnen haben“, so Temming-Hanhof. „Vor Spielbeginn mussten wir stets die Spiegel an den Wänden mit Tischdecken verhängen, damit niemand den Mitspielern in die Karten schauen konnte.“

Aufstieg in die Regionalliga

Nach Wechseln im Vorstand, Annegret Sommer wurde Vorsitzende und Irmgard Peters erste Sportwartin, spielte der Verein erstmals am 23. August 1999 im Hotel Wolters. Inzwischen nahmen auch schon zwei Teams am Ligabetrieb teil. Das hat sich bis heute nicht geändert. Derzeit stellen die Wildeshauser drei Mannschaften, wobei das erste Team von der Landesliga in die Regionalliga aufgestiegen ist.

Die Erfolge ließen seinerzeit nicht nach: Während 2004 ein Team Bezirkssieger im Vereinspokal wurde und sechs Teams in der Teamliga (zwei in der Regionalliga) spielten, wurden Janko Katerbau und Martin Rehder deutsche Junioren-Vizemeister. Ebenfalls in diesem Jahr schied Peters als Sportwartin aus und erhielt für ihre Verdienste die silberne Ehrennadel des Deutschen Bridge-Verbandes (DBV). Sportwart wurde Christoph Joachim.

Gute Platzierung bei Junioren-Weltmeisterschaft

Das Team Mathias Maurer/ Tamo und Janko Katerbau/ Martin Rehder nahm als Sieger der Regionalliga im Jahr 2005 an der Aufstiegsrunde zur zweiten Bundesliga teil. Ein Jahr später stellte der Verein den Bezirkssieger im Vereinspokal und Janko Katerbau/Martin Rehder holten sich erneut den Titel Junioren-Vizemeister. Zudem konnten sie bei der Junioren-Weltmeisterschaft einen guten 15. Platz belegen.

2006 gab es erneut Veränderungen im Vorstand. Annegret Sommer schied als Vorsitzende aus und erhielt die silberne Ehrennadel des DBV. Nachfolgerin wurde Gabriele Woltmann, Ulla Hornfeld zweite Vorsitzenden Christa Joachim Kassenwartin und Paul Honkomp Schriftführer sowie Webmaster. Für besondere Verdienste als Sportwartin und Bridgelehrerin erhielt Hertha Scharn 2007 die silberne DBV-Ehrennadel.

Deutsche Meisterschaft 2009 errungen

Ein Jahr später ging es daran, das neue Vereinslokal an der Wilhelmshöhe einzurichten. „Hier haben wir Gabriele Woltmann sehr viel zu verdanken. Sie hat die ganze Sache angeschoben, damit wir die Räume mieten konnten. Sie hat auch viel eigenes Geld eingebracht und Sponsoren gefunden“, sind sich Temming-Hanhoff und Stroot einig. Die Miete werde selbst erwirtschaftet – auch über Beiträge und Spenden. Der erste Spieltag in den eigenen Räumen ist am 15. September 2008 über die Bühne gegangen.

Die Goldmedaille holten sich Katerbau/Rehder 2009, als sie in München deutsche Meister im Paar-Wettbewerb wurden. Zudem sicherten sie sich das Ticket zur WM in Philadelphia.

Der jetzige Vorstand mit Stroot, Temming-Hanhoff, Ingrid Ley (zweite Vorsitzende), Edeltraud Katerbau (Kassenwartin) und Doris Reiser (Schriftführerin) wurde während der Jahreshauptversammlung 2012 gewählt.

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