Spenden können im Mehrgenerationenhaus abgegeben werden

Schulranzen für Flüchtlinge dringend benötigt

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Sandra Scholz wirbt mit Wiebke und Johannes Lenzschau (v.l.) um Schulranzen-Spenden.

Wildeshausen - In den Wildeshauser Grundschulen werden dringend Schulranzen gebraucht. In diesen Tagen kommen viele Flüchtlingskinder in die Klassen, denen es an den einfachsten Utensilien fehlt. Spenden können beim Mehrgenerationenhaus an der Bahnhofstraße oder im Kaufhaus Schnittker am Markt an der Westerstraße abgegeben werden.

Im vergangenen Herbst hatten Wiebke und Johannes Lenzschau, Geschäftführer bei Schnittker, bei der Holbeinschule nachgefragt, ob sie helfen könnten. Damals war der Bedarf aber noch nicht so groß, weil zwar viele Flüchtlinge eintrafen, die Kinder aber noch nicht beschult wurden. Nun kommen an den Grundschulen viele Mädchen und Jungen im Alter von sechs bis zehn Jahren gleichzeitig an, und Lenzschaus können aus eigenen Mitteln den Bedarf an Schulsachen nicht decken. „Wir haben zwar jetzt schnell zwölf Ranzen-Sets bestellt, doch damit sind wir mit unserem Spendenbudget auch schon am Ende“, so Johannes Lenzschau. Für die Grundausstattung legen die Geschäftsleute mal eben rund 1000 Euro hin. Es werden jedoch sicherlich an die 50 Exemplare benötigt.

„Aus der Not heraus sind wir auf den Gedanken gekommen, dass wir gebrauchte Ranzen für Schüler sammeln“, erzählt Wiebke Lenzschau. Denn in ihrem Geschäft machen die beiden Wildeshauser die Erfahrung, dass viele Kinder nach wenigen Jahren nicht mehr das Modell tragen wollen, das zur Einschulung

aktuell war. „Dann erwerben die Eltern einen neuen Ranzen, und das alte Modell wandert oft ins Regel“, so Wiebke Lenzschau.

Bei der DRK-Kleiderkammer werden eher selten Schulsachen abgegeben. Von daher suchen Lenzschaus nun zusammen mit Sandra Scholz, Leiterin des DRK-Mehrgenerationenhauses, ganz gezielt nach gebrauchten, aber gut erhaltenen und sauberen Schultaschen. Ziel ist es, möglichst schnell Spenden zu bekommen, um sie dann an die Schulen weiterzureichen.

Das DRK-Haus öffnet sich ohnehin zunehmend für Flüchtlinge. „Wir haben seit kurzem jeden Freitag ab 15 Uhr eine Gruppe für Mütter mit ihren Kindern“, berichtet Scholz. Sie habe dafür eine kurdische Frau gewinnen können, die bei der Übersetzung hilft. „Ziel soll es sein, dass die Mütter allmählich selbstständiger werden“, so Scholz.

Das Mehrgenerationenhaus ist werktags von 8 bis 17 Uhr für die Spendenannahme geöffnet.

dr

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