Speelkoppel läuft im „Geschlechterkampf“ zur Höchstform auf

Von den Streitthemen zwischen Mann und Frau

Sind die Männer tatsächlich Waschlappen in Sachen Haushaltsführung oder können sie das Gegenteil beweisen?
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Sind die Männer tatsächlich Waschlappen in Sachen Haushaltsführung oder können sie das Gegenteil beweisen?

Düngstrup - Von Anja Nosthoff. Ob es nun ums Pinkeln im Stehen geht, um ausgedehnte Shoppingtouren oder eine allzu pingelige Haushaltsführung – zwischen Mann und Frau gibt es so einige Streitpunkte. Beim plattdeutschen Theaterstück „Putzfroons un Waschlappen“, das am Sonnabend in der Düngstruper Gaststätte Schönherr Premiere feierte, entwickelte sich angesichts dieser Hürden aus einem gemütlichen Abend dreier Ehepaare ein erbarmungsloser „Geschlechterkampf“. Dabei liefen die Darsteller der Speelkoppel des Heimatvereins Düngstrup zur Höchstform auf.

Die Zuschauer merkten schnell, was dort auf der Bühne seinen Anfang nahm. Schließlich waren die Fronten schon geklärt, bevor der „Geschlechterkampf“ überhaupt eskalierte. Denn statt es sich an der Seite des lang verheirateten Partners gemütlich zu machen, teilte sich die Sitzordnung wie selbstverständlich in Frauen- und Männerrunde. Dennoch begann alles friedlich mit gemeinsamem Lachen, Essen und Trinken – bis man auf das Streitthema Haushalt kam, das schließlich zu einer ehrgeizigen Wette führte.

Was die Männer wohl ohne die Frauen tun würden? Die Damenrunde war sich schnell einig, dass ein frauenloser Haushalt unweigerlich in Schlamperei und Dreckbude enden würde. Natürlich lassen echte Kerle so etwas nicht auf sich sitzen. Schnell war die Idee geboren: Statt weiter miteinander die Ehebetten zu teilen, wollten Männer und Frauen die kommende Woche in getrennten WGs verbringen. Wobei die Herren beweisen sollten, dass sie in der Lage sind, den Haushalt zu wuppen. Am meisten Bedenken hatte dabei Anna (Ulla Debbeler). Schließlich war es ihre pingelig sauber gehaltene Wohnung, in der die Kerle eine Woche lang hausen sollten. Die wunderbar ruhigen schnarchfreien Nächte und ausgedehnte Shoppingtouren überzeugten sie allerdings schnell vom guten Sinn der Sache.

So läuteten die Damen zur Freude der Zuschauer auf der Bühne den nächsten Morgen im Snoopy-Schlafanzug mit schön schiefem Gesang vom Tag voller Sonnenschein ein. Das Publikum wurde aber auch Zeuge, dass es in der Männer-WG tatsächlich erst einmal mit der Ordnung nicht allzu weit her war. Ziemlich verkatert erwies sich Hausherr Anton jedenfalls am Morgen danach als völlige Null, als es darum ging, die Küche aufzuräumen und Kaffee zu kochen. Gut, dass echte Freunde dann einfach zur Weinflasche vom Vorabend greifen. So gestärkt setzten die Männer dann alles daran, angesichts der Vorwürfe, sie seien Waschlappen in Sachen Haushaltsführung, das Gegenteil zu beweisen. Von der Tatsache, dass das Spülmittel unauffindbar blieb, ließen sie sich nicht entmutigen. Anton spritzte kurzerhand eine Portion Haarshampoo in die Spülschüssel: „Das ist ja zum Glück für fettige Haare.“

Von solchen Szenen, bekannten Klischees, lebhafter Komik und unwiderstehlichen Pointen lebte der Abend, an dem sich das Publikum königlich amüsierte. Zur Vollendung des detailreichen Bühnenbildes trug auch die neue Beleuchtung ihren Teil bei. Nicht nur das Schlemmerbüfett vor der Theaterpremiere, auch die zwei Pausen sorgten dafür, dass die Geselligkeit nicht zu kurz kam. Weitere Aufführungen gibt es am 8. Januar (19 Uhr), 10. Januar (15.00 Uhr), 16. Januar (19 Uhr) und 17. Januar (15.30 Uhr).

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