Genossen wollen sich auf die eigene Liste konzentrieren / „Stärkste Fraktion im Rat werden“

SPD verhält sich im Bürgermeisterwahlkampf neutral

Die SPD kämpft weiter für autofreie Sonntage in der Wildeshauser Innenstadt.
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Die SPD kämpft weiter für autofreie Sonntage in der Wildeshauser Innenstadt.

Wildeshausen – Bis dato gibt es mit Amtsinhaber Jens Kuraschinski nur einen einzigen Kandidaten im Bürgermeisterwahlkampf in Wildeshausen – und aus den Reihen der SPD wird es auch keinen Herausforderer geben. Allerdings werde man Kuraschinski nicht unterstützen, erklärte Thomas Harms, Vorsitzender der SPD, am Montag im Gespräch mit unserer Zeitung.

„Wir verhalten uns völlig neutral und konzentrieren uns auf uns“, sagte er. Die Genossen wollen „aus eigener Kraft stärkste Fraktion im Rat werden“, formulierte Harms ein klares Ziel für die Kommunalwahl, die zeitgleich zur Bürgermeisterwahl im Herbst über die Bühne geht.

Zurzeit ist die SPD bereits die stärkste Fraktion mit neun von 31 Ratsmitgliedern. Allerdings nur, weil sich die einst zehn Köpfe große CDU-Fraktion 2019 in CDU und CDW aufgespalten hat.

Der Gedanke, einen eigenen Kandidaten aufzustellen, habe sich angesichts der insgesamt schwierigen Coronalage in den vergangenen Monaten gar nicht ergeben, sagte Harms. Eine Wahlempfehlung wolle er nicht abgeben. „Wir lassen Jens Kuraschinskis Wahlkampf auf uns zukommen und entscheiden situativ, wie wir uns zu einzelnen Themen äußern.“

Programm bis Mitte Juni fertig

Bis Mitte Juni soll das Programm der SPD für die Kommunalpolitik der kommenden Jahre fertiggestellt sein. Darin, so viel verriet Harms vorab, werde es auch einen neuen Vorstoß für autofreie Sonntage in der Innenstadt geben. Die Idee sei, die Straße am Ende der Woche für eine gewisse Zeitspanne für den Fahrzeugverkehr zu sperren und dann dort zum Beispiel Musiker auftreten zu lassen. Das Thema war intensiv diskutiert worden und 2018 nur ganz knapp im Stadtrat gescheitert.

Des Weiteren unterstützen die Genossen die Entwicklung des Industrie- und Gewerbegebiets Wildeshausen-West, das allerdings auf eine „grüne“ Art und Weise erschlossen werden soll. Zuletzt hatte der Wildeshauser Altbürgermeister Franz Duin einige Anregungen dazu gemacht.

Ebenfalls auf der Agenda der Sozialdemokraten steht das Freibad. Dessen Sanierung sei „ein Muss“, betonte Harms. Gleichwohl nicht um jeden Preis. Die SPD verfolge das Ziel, nicht über die Marke von 20 Millionen Euro bei den städtischen Schulden zu kommen. Zur Entwicklung des Diakonie-Geländes hatten sich die Genossen bereits kritisch geäußert (wir berichteten).

Was bundespolitischen Rückenwind angeht, blickt Harms gespannt in die Hauptstadt. „Man weiß nie, was in vier Monaten alles noch in Berlin passiert. Wir hoffen, dass sich nichts Negatives auf unseren Kommunalwahlkampf auswirkt.“ In diesem werde sich die Wildeshauser SPD „nur auf Wildeshauser Themen“ konzentrieren, sagte der Vorsitzende vorausschauend.  

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