Herbe Verluste für Sozialdemokraten, CDU und UWG

SPD stärkste Partei im Stadtrat

Die Sitzverteilung im Wildeshauser Stadtrat: Die SPD stellt mit sieben Sitzen die größte Fraktion.
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Die Sitzverteilung im Wildeshauser Stadtrat: Die SPD stellt mit sieben Sitzen die größte Fraktion.

Wildeshausen – Die SPD ist bei der Stadtratswahl in Wildeshausen am Sonntag als stärkste Partei hervorgegangen. Die Sozialdemokraten erreichten 20,99 Prozent der Stimmen und erkämpften sich sieben Ratsmandate.

Trotz dieses Erfolges verlor die SPD damit zwei Sitze im Stadtrat und musste einen Verlust von 6,62 Prozent der Stimmen verkraften.

Deutlich härter traf es allerdings die CDU, die zwar 19,30 Prozent der Stimmen erreichte, damit aber einen Verlust von 11,40 Prozent zur Wahl vor fünf Jahren erfuhr. Ein wesentlicher Grund dafür ist die Abspaltung der CDW vor rund drei Jahren, die diesmal als eigene Partei antrat. Hatte die CDU zuletzt nur noch vier Sitze im Rat, wird sie ab November wieder mit sieben Mitgliedern vertreten sein.

Drittstärkste Kraft im Stadtrat ist nach der Wahl die FDP. Sie erreichte 13,15 Prozent der Stimmen – ein Zugewinn von 8,09 Prozent – und verdoppelt ihre Fraktionsstärke im Vergleich zum noch amtierenden Stadtrat auf vier Sitze.

UWG ist großer Verlierer der Kommunalwahl in Wildeshausen

Großer Verlierer der Kommunalwahl in Wildeshausen ist die UWG. Sie erreichte nur noch 12,08 Prozent der Stimmen, was einen Verlust von 7,97 Prozent ausmacht. Hatte die Wählergemeinschaft bislang sechs Sitze im Rat, muss sie sich nun mit vier zufriedengeben.

Ebenso viele Sitze haben die Grünen ab November. Die Partei erreichte 12,01 Prozent der Stimmen und damit einen Zuwachs von 5,15 Prozent. Somit konnte die Öko-Partei die Zahl der Sitze verdoppeln.

Ebenfalls zu den Gewinnern der Wahl gehört die CDW, die erstmalig antrat und aus dem Stand heraus 11,30 Prozent der Stimmen für sich verbuchen konnte. Hatte die CDW nach der Abspaltung von der CDU sechs Sitze im Rat, wird sie nun allerdings nur noch mit vier Kandidaten vertreten sein.

Neu im Wildeshauser Stadtrat vertreten ist die AfD. Die Partei war zum ersten Mal angetreten und erreichte 4,80 Prozent der Stimmen. Somit sitzen im neuen Stadtrat zwei Vertreter.

Verluste musste hingegen die Linke hinnehmen. Sie erreichte in Wildeshausen lediglich 2,93 Prozent der Stimmen – 0,63 Prozent weniger gegenüber 2016. Kreszentia Flauger erkämpfte sich über die Direktwahl erneut ihren Sitz im Stadtrat. Dort engagiert sich wie in den Vorjahren erneut der einzige Einzelbewerber Karl Schulze Temming-Hanhoff (parteilos). Er konnte 2,77 Prozent der Stimmen für sich verbuchen.

Piraten fliegen aus dem Stadtrat

Nicht dabei im Kommunalparlament von Wildeshausen sind die Piraten. Sie erreichten am Sonntag 0,68 Prozent der Stimmen – ein Verlust von einem Prozent, sodass es nicht mehr für einen Sitz reichte.

Stephan Dieckmann (SPD) zeigte sich schon am Wahlabend erleichtert, dass seine Partei immerhin die stärkste Kraft im Rat werden würde. „Ärgerlich sind die Sitzverluste. Wir wollten eigentlich unsere Stärke halten“, sagte er.

Wolfgang Sasse (CDU) gab an, dass er die Verluste erwartet habe. Schließlich habe man sich die konservativen Stimmen mit der CDW teilen müssen.

Die FDP hingegen war in Hochstimmung. Mit Marko Bahr hatte sie auch einen Bürgermeisterkandidaten gestellt, was sich möglicherweise positiv ausgewirkt hat. Bahr freut sich, dass er nun mit einem jungen Team verstärkt liberale Ratsarbeit für Wildeshausen machen kann, während die UWG schon am Wahlabend rätselte, warum die Wähler sie so abgestraft hatten – ohne allerdings klare Antworten zu finden.

Karl Schulze Temming-Hanhoff holt 716 Stimmen

Gute Stimmung herrschte am Montag bei Karl Schulze Temming-Hanhoff, der nicht nur mit 716 Stimmen das drittbeste Ergebnis von allen Bewerben erreichte, sondern sich auch noch um 35 Stimmen gegenüber 2016 verbessert hat. „Wir haben im neuen Stadtrat die Hälfte neue Gesichter“, so der Fraktionslose. „Es gibt keine klaren Mehrheiten. Das wird spannend.“

Spannend wird es wohl auch, weil es vier Fraktionen mit je vier Mitgliedern gibt. Diese Fraktionen müssen losen, wer jeweils einen zweiten Sitz in den Fachausschüssen bekommt. Denkbar wäre, dass sich Gruppen bilden, beispielsweise von FDP und CDW, um so mehr sichere Sitze in den Ausschüssen und die Chance auf Mehrheiten zu haben.

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