Spaß-Band „Die Schläger“ startet „Europatour“ in Wildeshausen

„Sie liebt nicht mich, sie liebt nur mein Auto“

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Mit maximaler Lautstärke und Spielfreude leben „Die Schläger“ den Spaß an ihrer Musik auf der Bühne.

Wildeshausen - Von Anja Nosthoff. Dass „Die Schläger“ sich selbst nicht ganz ernst nehmen, sondern vielmehr den Spaß an ihrer Musik und an ihren ironischen Texten mit maximaler Lautstärke und Spielfreude auf der Bühne leben, daran ließ das Konzert am Freitagabend im „Kayserhaus“ in Wildeshausen keinen Zweifel.

Begeistert rockte das Publikum mit, stimmte in eine Hymne auf Wildeshausen -ein, ließ sich vor „Unterhopfung“ warnen und hatte vor allem auch viel zu lachen.

Mit ihrer Band haben sich die „reifen Rocker“ und Hobbymusiker rund um den Frontmann und Wildeshauser Lehrer Ralf Eggers einen Traum erfüllt. In Bremen, der Stadt aus dem der Rest der Band kommt, nahmen die „Schläger“ bereits erfolgreich an einem Musikvideo-Wettbewerb teil – mit ihrer Wildeshauser Hymne, in der die schrägsten Ortsnamen Deutschlands aufs Korn genommen werden. Nun starteten sie mit dem Auftritt in der Kreisstadt sogar ihre erste kleine Tournee. Die neun Stationen arbeiten sie in den zwei Herbstferienwochen ab. Da auch Auftritte in Belgien, der Schweiz und Lichtenstein angesagt sind, sprechen die Fun-Rocker stolz von ihrer ersten „Europatournee“.

„Ordentlich abfeiern – gemeinsam mit dem Publikum“ – das ist das Ziel der Rocker. Ohne Frage hat das in Wildeshausen bereits bestens funktioniert. Am Mikrofon und natürlich mit seiner Gitarre rockte Eggers. Unterstützt wurde er dabei von Gitarrist Frank „Magic“ Siegert, während „High Dröhn“ alias Heidrun Siegert an der Gitarre für die Basslinie sorgte. Am Schlagzeug machte „L. Cool Meyer“ alias Lutz Kleemeyer ordentlich Lärm.

In ihren Songs scheuten sich die „Schläger“ nicht, dem Publikum „tiefgründige Einblicke in ihren reichen Erfahrungsschatz“ zu geben. „Sie liebt nicht mich, sie liebt nur mein Automobil“ mussten die männlichen Bandmitglieder laut Songtext erleben. Auch im „Kamasutra“ zeigten sie sich bewandert. „Ich wollte einen Kuss, jetzt hab‘ ich einen Bluterguss“, bedauerte Eggers musikalisch. Songs wie „Realität ist Wahrnehmungssache“ oder „Mit ist besser“ waren ebenfalls zu hören. Denn was wäre die Welt ohne? „Ein Konzert ohne Fan-Geschrei? Weihnachten ohne Gaben? Spaß ohne Alkohol? Mit ist besser“, dröhnte es dem Publikum entgegen.

Ohne Fan-Geschrei mussten die „Schläger“ im Kayserhaus übrigens nicht auskommen. In den Wildeshauser Song ließen sich die Zuschauer gerne einbeziehen und stürzten sich mit Eggers und Siegert in einen Gesangswettbewerb, in dem allein die Lautstärke zählte. Der einschlägige Refraintext war nicht schwer zu lernen, allerdings erschwerte unfreiwilliges Lachen hier und da das Mitsingen. Denn wer will schon in Orten wie Wixhausen, Fucking, Pech oder Pissen wohnen? „Dann lieber Wildeshausen“, hieß die Losung.

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