Gut Spascher Sandöffnet Türen/Vom Showkochen bis hin zum Hip-Hop-Theater

Schule geht auch spannend

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Der Deutschunterricht wird zur Zeitreise: Wilhelm Tell und Co. gaben eine Aufführung für die Besucher.

Wildeshausen - Von Anja Nosthoff. Wenn die Bremer Stadtmusikanten Hip-Hop tanzen und der Deutschunterricht zur Zeitreise wird – dann ist Tag der offenen Tür in der Privatschule Gut Spascher Sand in Wildeshausen. Die Schüler boten den zahlreichen Besuchern am Sonnabendnachmittag die verschiedensten Aufführungen und demonstrierten, wie bei ihnen der Schulalltag aussieht. Für die Kinder und Jugendlichen, die sich für die Schule oder auch für Krippe und Kindergarten interessierten, gab es nicht nur viel zu schauen und zu staunen, sondern auch jede Menge Mitmachaktionen.

Denn Gut Spascher Sand ist eben nicht nur eine ganz normale Schule. Fächer wie Reitunterricht und Kochen gehören ebenso zum Stundenplan wie das Gärtnern in der Farmschule – die Kinder erfahren so durch eigenes Erleben, wie Nahrungsmittel hergestellt werden. Ein Showkochen mit anschließendem Probieren für die Besucher hatte Bernadette Lönneke mit ihren Siebtklässlern vorbereitet. Regelmäßig kochen die Schüler in Kleingruppen von sieben bis acht Personen für ihren gesamten Jahrgang – 35 Portionen müssen sie dafür zubereiten. Am Tag der offenen Tür präsentierten sie ihr Können mit der Kreation besonderer Leckerbissen: selbst gemachter Eistee, ein „Blue Jeans“-Cocktail, Crostini mit pikantem Pesto, eingelegte Mozzarella-Kugeln, eine Spinat-Quiche und zum Abschluss eine süße Lasagne standen auf dem Speiseplan.

Auf dem weitläufigen Gutsgelände warteten an jeder Ecke neue Überraschungen auf die Besucher. Vor der Farmschule wähnte man sich plötzlich in eine andere Zeit versetzt: Wilhelm Tell und Co. tauchten auf der grünen Wiese auf. Mit Spannung verfolgten die Besucher die berühmte Apfelschuss-Szene. Die kostümierten Schüler hatten sichtlich Spaß bei der Rezitation der alten Literatur – so wird Deutschunterricht sicherlich nicht langweilig.

In der Aula gaben Schüler aus dem dritten bis sechsten Jahrgang das Märchen der Bremer Stadtmusikanten zum Besten – allerdings in moderner Version, bei der eine Hip-Hop-Einlage nicht fehlte. Im Anschluss wurde die Bühne zum Krimi-Schauplatz: Lustige Kurzszenen entführten die Besucher ins Gefängnis oder zu einem verrückten Wissenschaftler, der sich nach einem mysteriösen Diebstahl mit dem Bundeskanzler auseinandersetzen musste.

Die kleinsten Besucher tobten auf dem Rasen mit Springseilen und Hoola-Hoop-Reifen, versuchten sich im Turmbauen und mit einem Riesen-Mikado-Spiel – oder amüsierten sich im Kindergarten Eulennest beim Buttonsdrucken, Luftballonfigurenknoten und Schminken. Vor dem großen Grundschulspielplatz sorgten ein nostalgisches Kinderkarussell und ein Akkordeon-Spieler für besondere Stimmung.

Auf dem Reitplatz wurde ein Traum vieler Mädchen und Jungen wahr: Die jungen Besucher durften sich die Welt vom Rücken der Pferde aus anschauen. Auch die achtjährige Clara ließ sich von der Schülerin Anna-Lena durch den Parcours mit Wippe, Slalom und zahlreichen Geschicklichkeitsstationen führen. „Das ist bisher das Allerbeste am Tag der offenen Tür“, erklärte das Mädchen strahlend.

Während das Gutsgelände am frühen Nachmittag im Fokus stand, gab es von 16 bis 18 Uhr jede Menge Action in und rund um die Integrierte Gesamtschule: Die Schülerfirma stellte ihre Produkte vor, Mitmachexperimente rund um das Thema „Feuer und Flamme“ sorgten für Spannung, und wer wollte konnte sich im Mikroskopieren probieren. Die Auftritte des Lehrer-Eltern-Schüler-Chors sowie der Swing Club Singers bildeten den Abschluss des abwechslungsreichen Tages.

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