Höhere Leistung der Biogasanlage und ein neues Blockheizkraftwerk geplant

Spascher Sand wächst und möchte es warm haben

+
Viele Gebäude der Privatschule und des Resorts werden bereits mit Wärme aus Blockheizkraftwerken versorgt. Nun sollen auch das Hauptgebäude (links) und der Kindergarten (rechts) beliefert werden.

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Die Privatschule Gut Spascher Sand und das benachbarte Spascher Sand Resort wachsen immer weiter. Damit steigt der Bedarf an Heizenergie deutlich. Schon jetzt wird die Wärme über eine Biogasanlage in der Nachbarschaft erzeugt.

Um die Nachfrage zu bedienen, soll die Gasmenge nun erhöht werden. Zudem ist geplant, ein neues Blockheizkraftwerk zu errichten. Dafür ist jetzt ein Bebauungsplan erforderlich.

Bestehende Anlage ist sieben Jahre alt

Der Ausschuss für Stadtplanung, Bau und Umwelt befasst sich in seiner Sitzung am Dienstag, 21. März, mit der Flächennutzungsplanänderung sowie der Aufstellung des Bebauungsplanes „Biogasanlage Spasche“.

Die bestehende Anlage wurde vor sieben Jahren durch den Landkreis Oldenburg genehmigt. Es handelt sich um ein privilegiertes Vorhaben, das mit Mais, Getreide, Hähnchenmist, Gülle und separierten Gärresten betrieben wird. In den Fermentern findet nach Angaben des Betreibers, der Spascher Biogas GmbH & Co. KG, eine Produktion von jährlich 2,3 Millionen Normkubikmetern Biogas statt. Dieses wird aufbereitet, ehe es drei Blockheizkraftwerke betreibt. Den produzierten Strom speist der Betreiber in das EWE-Stromnetz ein.

Für die neuen Pläne müssen etwa 50 Prozent mehr Leistung her

Die Biogasanlage Spasche produziert aktuell jährlich 2,3 Millionen Normkubikmeter Gas.

Durch das eine Blockheizkraftwerk mit einer Leistung von 250 Kilowattstunden werden die östlichen Stallungen und das Wohnhaus beheizt. Ein zweites Blockheizkraftwerk mit der gleichen Leistung steht in der Nähe des Hauptgebäudes der Spascher Sand Privatschule in etwa 1,1 Kilometern Entfernung. Mit der Wärme werden die Schulräume geheizt. Eine zusätzliche Leitung versorgt das neue Spascher Sand Resort mit den Häusern „Am Spascher Sand See“. Auf der anderen Seite des Resorts steht ein drittes Blockheizkraftwerk mit einer Leistung von 380 Kilowattstunden. Dieses versorgt die Sporthalle, ein Mehrfamilienhaus sowie ein Bürogebäude.

Nun sollen das Verwaltungsgebäude, der Kindergarten sowie die Schulgebäude rund um das Gutshaus mit Wärme beliefert werden. Dazu sind ein neues Blockheizkraftwerk mit 250 Kilowattstunden Leistung und eine Steigerung der Gasproduktion auf 3,5 Millionen Normkubikmeter pro Jahr nötig. Die jährlich einzusetzende Biomasse muss von derzeit 7000 auf 10.000 Kubikmeter erhöht werden. Die Biogasanlage ist dafür bereits ausgelegt. Es werden nach Angaben des Planers Nord-West-Plan auch keine zusätzlichen Maisflächen benötigt, da in den vergangenen Jahren eine Optimierung bei den „Inputmaterialien“ vorgenommen und so die Effektivität gesteigert wurde. Das neue Blockheizkraftwerk wird im Bereich der Privatschule errichtet.

Die Stadt steht den Planungen laut den Ausschussunterlagen positiv gegenüber, da damit der etablierte Standort gesichert werden kann. Zudem könne die Nutzung einheimischer Energieträger zur Reduzierung der Abhängigkeit von Energieimporten beitragen. Die Nutzung erneuerbarer Energien, so heißt es, und die Reduzierung klimaschädigender Emissionen brächten einen Vorteil für alle Bürger in Wildeshausen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Rangliste der Bundesliga-Torhüter

Rangliste der Bundesliga-Torhüter

Hundeschwimmen im Ronululu

Hundeschwimmen im Ronululu

"Rainbow Gospelsingers" in Bassum

"Rainbow Gospelsingers" in Bassum

Merkel will mit Grünen und FDP sprechen - und mit der SPD

Merkel will mit Grünen und FDP sprechen - und mit der SPD

Meistgelesene Artikel

„Hejo, spann den Wagen an“ erklingt aus 1000 Kinderkehlen

„Hejo, spann den Wagen an“ erklingt aus 1000 Kinderkehlen

Unfall mit drei Schwerverletzten auf der A29

Unfall mit drei Schwerverletzten auf der A29

Schwerer Lkw-Unfall auf der A29 bei Wardenburg - kilometerlange Staus

Schwerer Lkw-Unfall auf der A29 bei Wardenburg - kilometerlange Staus

„Das wird für uns eine regelrechte Materialschlacht“

„Das wird für uns eine regelrechte Materialschlacht“

Kommentare