LzO will an allen Filialen festhalten / Halbjahreszahlen vorgelegt

Sparkasse steigert Kredite und Einlagen

Führende Köpfe der Landessparkasse zu Oldenburg: Heinz Barlage, Olaf Hemker, Tanja-Vera Asmussen, Jörg Niemann und Gerd Behrens (von links). Foto: bor

Wildeshausen – Die Landessparkasse zu Oldenburg (LzO) will anders als einige Konkurrenten an all ihren Filialen festhalten. Das sicherten am Montag die Vorstandsmitglieder Olaf Hemker und Tanja-Vera Asmussen zu, als sie in Wildeshausen die Halbjahreszahlen des Kreditinstituts im Landkreis Oldenburg und der Stadt Delmenhorst vorstellten. Offenbar hoffen sie, indem sie gegen den Trend schwimmen, der Konkurrenz Kunden abzujagen. Von 2015 bis 2018 stieg der Marktanteil im Landkreis Oldenburg und der Stadt Delmenhorst um einen Prozentpunkt auf 31 Prozent. Die LzO betreut derzeit rund 64 000 Konten in der Region.

„Wir sind eine Flächensparkasse. Alle Filialen bleiben“, betonte Asmussen. Gleichwohl wolle die LzO auch ihre digitale Beratung ausbauen. Zum Beispiel mit „Amelie“. Hinter dem Projektnamen verbirgt sich ein spezieller Raum in einer Sparkassenfiliale, den Kunden täglich zwischen 8 und 20 Uhr aufsuchen können. Per Videochat steht ihnen dort ein Berater zur Verfügung. Nach Tests in zwei Filialen soll „Amelie“ LzO-weit kommen. Wann der Standort Wildeshausen an der Reihe ist, ist allerdings noch nicht klar.

Dass zurzeit viele Banken ins Schlingern kommen, liegt auch an den Niedrigzinsen, die den Instituten seit Jahren das Leben schwer machen. Trotzdem läuft das Geschäft der LzO in der Region gut. Im Landkreis Oldenburg und der Stadt Delmenhorst wurden im ersten Halbjahr 2019 neue Kredite und Darlehen in Höhe von 82 Millionen Euro zugesagt. Davon entfielen 57 Millionen Euro auf das Wohnbaugeschäft. Der anhaltende Bauboom macht also einen großen Teil des Geschäfts der LzO aus. Aber Unternehmen nahmen auch 25 Millionen Euro an Krediten auf.

Auch die Einlagen stiegen – LzO-weit auf rund 7,8 Milliarden Euro. Eine Entwicklung, die begrüßt wird, aber auch für Probleme sorgt. Vorstandsmitglied Asmusssen schloss Negativzinsen für Privatkunden auf absehbare Zeit aus, konnte aber nicht sagen, wie lange diese Garantie gilt. In dieser Frage ist die LzO auch von der allgemeinen Dynamik abhängig. Für einzelne Firmenkunden gibt es bereits „Verwahrentgelte“, wie es korrekt heißt. Das seien Großkunden mit Millionenumsätzen, mit denen individuelle Lösungen gefunden worden seien, versicherten die Banker. Insgesamt sind Hemker und Asmussen trotz des „sehr herausfordernden Umfelds“ zufrieden mit den „sehr guten Geschäftsergebnissen“ sowie dem „erfreulichen Wachstum“ der Kredite und Einlagen. Deswegen wolle man auch unbedingt jeden Mitarbeiter halten.

Was die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung angeht, zeigt sich die LzO-Chefetage ebenfalls optimistisch. Die hiesige Firmenlandschaft sei widerstandsfähig, sagte Hemker. „Es gibt keine wesentlichen Kreditausfälle“, berichtete er. Und auf Gefahren wie zum Beispiel den Brexit hätten sich die Betriebe schon lange vorbereitet.  bor

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