Genehmigungen für Einfamilienhäuser sinkt

Sozialer Wohnungsbau nimmt Fahrt auf

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Die Arbeiten an der Heidloge in Wildeshausen sind bereits weit fortgeschritten.

Landkreis - Auf der einen Seite nimmt der soziale Wohnungsbau im Landkreis Oldenburg an Fahrt auf, auf der anderen Seite gehen die Genehmigungen für neue Einfamilienhäuser erstmals seit Jahren deutlich zurück.

162 Einfamilienhäuser wurden dieses Jahr neu gebaut – ein deutlicher Rückschritt im Vergleich zu den Vorjahren 2016 (227 Häuser), 2015 (214) und 2014 (245). Dagegen stieg die Zahl der Mehrfamilienhäuser von 56 im Jahr 2016 auf 91 an. „Daran lässt sich erkennen, dass auf dem Immobilienmarkt nach wie vor die Nachfrage nach Wohnungen hoch ist. Dies betrifft sowohl den frei finanzierten als auch den geförderten Mietwohnungsbau“, schätzt der Landkreis Oldenburg die Lage ein.

Nach den Angaben der Kreisverwaltung im Jahrespressebericht ist dieses Jahr offenbar ganz im Sinne des Wohnraumversorgungskonzepts (WVK) gelaufen. Dieses war im November 2016 fertiggestellt worden. Erste Anträge auf Förderung gingen bereits im selben Jahr ein. „Insgesamt sollten 74 Mietwohnungen entstehen, sechs in Harpstedt und 68 in Wildeshausen“, so die Verwaltung. Weitere Anträge folgten im Laufe dieses Jahres, sodass in der Gemeinden Dötlingen acht, in Großenkneten zwölf und in Wildeshausen weitere 13 Mietwohnungen gebaut werden sollen oder schon fertiggestellt sind. „Somit sind schon fast die Vorgaben des WVK für den Neubau von Sozialwohnungen bis 2020 in den Kommunen Wildeshausen, Großenkneten, Harpstedt und Dötlingen erreicht“, heißt es zufrieden vom Bauordnungsamt. Allerdings sind noch längst nicht alle Gebäude errichtet.

Zwölf Wohnungen am Kornweg

In der Samtgemeinde Harpstedt sind laut WVK zehn Sozialwohnungen erforderlich, von denen sechs am 1. September bezugsfertig waren.

Für die Kreisstadt sieht das Konzept 85 Wohnungen vor, von denen zwölf Mitte November am Kornweg fertiggestellt und auch schon vermietet wurden. Zudem sind 56 Wohnungen an der Heidloge und fünf an der Hermannstraße im Bau. Die Fertigstellung, vorbehaltlich wetterbedingter Verschiebungen, ist an der Hermannstraße für April geplant. An der Heidloge soll der erste von drei Bauabschnitten im September/Oktober bezugsbereit sein. Die beiden anderen folgen im Abstand von jeweils sechs Wochen. Am Rapsacker (acht Wohnungen) ist der Baubeginn für dieses Jahr vorgesehen. Damit fehlen nur noch vier Wohnungen, um das Ziel des WVK zu erreichen.

Auch die Gemeinde Dötlingen ist auf einem guten Weg. Zwölf Wohnungen werden laut Konzept benötigt, für acht soll im kommenden Jahr der Grundstein gelegt werden.

Bleibt aus der näheren Umgebung der Kreisstadt noch die Gemeinde Großenkneten, die mit laut WVK 50 benötigten Sozialwohnungen einiges vor der Brust hat. Bisher sind erst zwölf Wohnungen geplant. Die Arbeiten sollen im Laufe des kommenden Jahres starten.

Trend: Senioren in Eigentumswohnungen

Neben den sozial geförderten Wohnungen wurde und wird am Wohnungsmarkt aber auch ein nicht unerheblichen Teil der Mehrfamilienhäuser zumeist mit hochwertigen Eigentumswohnungen erstellt, die grundsätzlich mit einer Aufzugsanlage ausgestattet sind. „Darin zeigt sich die allgemeine Tendenz, dass die ältere Generation sich von ihrem freistehenden Eigenheim trennt und in eine zumeist innerörtliche Eigentumswohnung wechselt“, heißt es im Jahrespressebericht. J bor

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