Sonnenfänger-Boxen für Holbein- und St.-Peter-Schule

Wenn Rennautos von der Sonne angetrieben werden

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Groß war die Freude bei den Kindern über die Sonnenfänger-Boxen. Maßgeblich am Bau beteiligt waren die Schüler Normen Nierhauve, Jennifer Jürß, Alexander Radloff und Emma Tappe (hinten von links).

Wildeshausen - Von Joachim Decker. Dass der Strom nicht immer aus der Steckdose kommen muss, können jetzt die Schüler der Wildeshauser Holbein- und St.-Peter-Schule hautnah erleben. Sie bekamen gestern 15 Sonnenfänger-Boxen überreicht, mit denen sie die Sonnenstrahlen einfangen können, um damit kleine Rennautos oder Hubschrauber mit Energie zu versorgen.

Gemeinsam mit Jugendlichen der Schülerfirmen der Oberschule Harpstedt sowie der Berufsbildenden Schulen (BBS) in Wildeshausen überreichte BBS-Fachlehrer Holger Adomat die Boxen an die Schulleiterinnen Anja Lösch und Brigitte Schmidt sowie eine kleine Schüler-Abordnung.

Die Mädchen und Jungen staunten nicht schlecht, als sie die fünf Zentimeter großen Rennautos und Mini-Ventilatoren sahen, die mit einem Solar-Modul ausgestattet waren und schon von einem Scheinwerfer in Betrieb gesetzt werden konnten. Sogar ein Mini-Springbrunnen sprühte munter das Wasser in die Luft. „Mit Sonnenstrahlen geht das natürlich wesentlich besser“, erklärte Adomat. „Der Scheinwerfer hat längst nicht eine solche Kraft wie die Sonne.“

Erstellt wurden die Boxen von Schülern der Oberschule Harpstedt in Kooperation mit der BBS-Firma „Metallic“, die die Solarstative gebaut und Lücken bei der Fertigung gefüllt hat. Die Stative wurden den Schulen bereits Anfang November überreicht. Mit ihnen lassen sich schon größere Akkus laden – zum Beispiel für Handys oder Formel-1-Modelle.

„Die Erstellung der Sonnenfänger-Boxen beinhaltet verschiedene Berufszweige, sodass die Schüler auf diese Weise eine Unterstützung bei der Berufswahl erhalten“, betonte Adomat. Ziel sei es, mit diesen Sonnenfänger-Boxen und Solarstativen die Kinder möglichst früh spielerisch an erneuerbare Energien heranzuführen: „Es ist wichtig, dass die Kinder rechtzeitig lernen, was mit Sonnenenergie alles möglich ist. Am besten erfahren sie das, wenn sie mit diesen Dingen aus den Boxen experimentieren.“

Damit die Lehrkräfte das Thema besser im Unterricht umsetzen können, bietet die BBS Fortbildungen an. „Natürlich werden wir dieses Angebot wahrnehmen, um unseren Schülern das Wissen hinreichend vermitteln zu können“, erklärte die Leiterin der St.-Peter-Schule, Brigitte Schmidt. „Immerhin sollten wir Lehrer schon etwas besser sein als die Kinder.

Bei diesen Schulungen erfahren die Lehrer auch, wie die Solarstative zerlegt und wieder zusammengebaut werden können. „Auch das ist wichtig für den Unterricht. Dafür gibt es dann eine Explosionszeichnung, mit der alles erklärt wird“, sagte Adomat.

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