Landkreis bietet bis zum 17. Juni kostenlose Beratungen für Hauseigentümer an

Mit der Sonne eigenen Stromverbrauch decken

Bei der Beratung vor Ort (v.l.): Barbara Mussack, Lars Möller, die Eigentümer Kerstin Bach und Dirk Glatthaar sowie Manuela Schöne.

Wildeshausen - Von Anja Nosthoff. Lohnt sich für mich eine Solaranlage auf dem Dach? Wer sich diese Frage stellt, der sollte die kostenlose Solarcheck-Beratung im Landkreis Oldenburg nutzen – so wie es vor kurzem die Wildeshauser Hauseigentümer Kerstin Bach und Dirk Glatthaar taten.

Direkt bei ihnen zu Hause prüfte der Energieberater Lars Möller Eignungskriterien und Rentabilität, erläuterte die individuellen Möglichkeiten und gab Tipps zu Fördermöglichkeiten. Kostenlose Termine bietet der Landkreis bis zum 17. Juni an. „Solarenergie wird in Zukunft auch in Niedersachsen der wichtigste Energieträger sein“, sagt Barbara Mussack von der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen.

Um auch den dezentralen Einsatz von Solarenergie zur Eigennutzung durch Privatpersonen zu stärken, gibt es nun die Beratung für Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäuser in Zusammenarbeit mit den Landkreisen und Gemeinden.

Ein entscheidender Punkt sei dabei die Unabhängigkeit der Berater, so Mussack. „Es kommt niemand zu den Menschen nach Hause, der etwas verkaufen will. Vielmehr wird unter Berücksichtigung der individuellen Gegebenheiten mit den Eigentümern gemeinsam erörtert, was Sinn macht“, fährt sie fort.

So konnte Lars Möller, der sich nicht nur zum Energieberater weiterbilden ließ, sondern auch ein Ingenieurbüro mit dem Hauptthema Energie in Beckeln betreibt, dem Ehepaar Bach und Glatthaar eine gute Nachricht überbringen: „Die Ost-West-Ausrichtung des Hausdachs zusätzlich zur Dachfläche des nebenstehenden Schuppen eignet sich optimal für eine Photovoltaikanlage zur Stromerzeugung mit hoher Eigennutzung“, erläuterte der Energieberater. „Dazu passt auch die Berufstätigkeit beider Partner des Zwei-Personen-Haushalts“, führte Möller aus.

So könne morgens und abends der erzeugte Solarstrom direkt in den Eigenverbrauch gehen. Das sei bei der verringerten Einspeisevergütung, die aktuell bei zwölf Cent liegt, von Vorteil. Eine zusätzliche Möglichkeit, mehr Strom im Eigenverbrauch zu nutzen, sei der Einbau einer Batterie als Stromspeicher. Die Anlage, die Möller empfahl, würde 60 Quadratmeter auf Haus- und Schuppendach umfassen und in etwa bei 10 000 Euro liegen. „Vor zehn Jahren kosteten solche Anlagen noch drei- oder viermal so viel“, so Möller.

Weil zu dieser Zeit auch die Einspeisevergütung noch deutlich höher lag, waren damals Dachausrichtungen zum Süden hin optimale Bedingungen für die Solaranlagen. Da tagsüber jedoch in der Regel eher weniger Strom und Energie zum Heizen verbraucht werden, sind heute Ost-West-Ausrichtungen gefragt.

Möller und seine Kollegen nehmen bei ihren Hausbesuchen Dachtyp und -zustand, Verschattungsgrad, den Heizungstyp sowie Anschlussmöglichkeiten in Augenschein. Es werden während der Beratung die Möglichkeiten für solare Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung und/oder für solare Stromerzeugung (Photovoltaik) geprüft.

„Für uns hat sich durch die Beratung ergeben, dass sich eine Photovoltaikanlage auf unserem Dach auf jeden Fall lohnt“, erklärte Glatthaar. „Wir sparen damit auf lange Sicht, werden unabhängiger vom Strompreis und leisten einen Beitrag zum Klimaschutz“, fügte Bach ihre Motivation für die Investition hinzu. „Wir haben Kinder – und vielleicht bekommen wir irgendwann auch Enkelkinder. Uns ist es wichtig, was für eine Welt wir ihnen hinterlassen.“

Koordiniert wird die Aktion vom Klimaschutzmanagement des Landkreises Oldenburg, hinter dem die Klimaschutzmanagerin Manuela Schöne sowie Marion Unkraut stehen. Anmeldungen werden dort unter Tel. 04431/85559 oder auch direkt in den Rathäusern der Mitgliedsgemeinden angenommen.

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