Verwaltung reagiert auf Anträge der CDW und der SPD

So soll die Stadt sauberer werden

Pfandringe wie hier in Brinkum (Gemeinde Stuhr) werden von einigen Kommunen erprobt. Foto: Schritt

Wildeshausen - Von Ove Bornholt. Müll in der Wildeshauser Innenstadt, aber auch in der Feldmark ist ein wiederkehrendes Problem, dem sich jüngst die SPD und CDW mit Anträgen angenommen haben. Die Stadtverwaltung ist ebenfalls nicht untätig geblieben und hat eigene Ideen entwickelt. Für die Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung am Donnerstag, 14. März, ab 18.15 Uhr im Stadthaus liegen nun mehrere Vorschläge auf dem Tisch.

Denkbar wäre es, einen Langzeitarbeitslosen einzustellen, der den Müll – zunächst – in der Innenstadt einsammelt. Das Jobcenter könnte mit einer 100-prozentigen Förderung dafür sorgen, dass der Stadt keine Kosten entstehen. Das Ganze sei eine testweise Maßnahme für ein Jahr, so die Verwaltung.

Des Weiteren ist auf eine Anregung der Bevölkerung hin geplant, im Rahmen des Projekts „Bee Local“ kleine Eimer an die Bevölkerung auszugeben. Wer diese gefüllt in einem Geschäft der Innenstadt abgibt, erhält eine kleine Belohnung. Die Idee folgt einem amerikanischen Vorbild, heißt es in der Sitzungsvorlage.

Die CDW hatte beantragt, 100 zusätzliche Abfallbehälter anzuschaffen und sowohl im Stadtgebiet als auch in der Landgemeinde aufzustellen. Dafür sollten 25 000 Euro bereitgestellt werden. „Regelmäßig müssen Bürger feststellen, dass sich im Stadtgebiet und entlang der Rad- sowie der Wanderwege in den Bauerschaften Unrat und Verpackungsmüll ansammeln“, begründet Ratsherr Jens-Peter Hennken (CDW) den Antrag. Er kann sich vorstellen, schwerbehinderte Menschen für die Leerung und Wartung der Behälter zu gewinnen. So könnten sie in der Arbeitswelt Fuß fassen. Der CDWler verweist zur Finanzierung auf das Förderprogramm „Arbeit ohne Hindernisse – Neue Arbeitsplätze für schwerbehinderte Menschen“ des Landes Niedersachsen. Die Stadt hält dem entgegen, dass erst einmal über die jetzige Verteilung der Mülleimer nachgedacht werden sollte. Anschließend könne entschieden werden, wo welche fehlen.

Zudem verweist die Stadtverwaltung auf die Kassenlage: „Da in diesem Jahr keine Haushaltsmittel zur Verfügung stehen, kann das Jahr 2019 zur Vorbereitung genutzt werden.“ Entsprechende Mittel könnten für 2020 bereitgestellt werden.

Die SPD hatte vorgeschlagen, Pfandringe an städtischen Mülleimern anzubringen. In den Kunststoff- oder Metallkonstruktionen können Flaschen hineingesteckt werden. „Hierdurch könnte die Müllbelastung reduziert und Pfandflaschen dem System wieder zugeführt werden“, argumentiert SPD-Ratsherr Matthias Kluck. Des Weiteren erspare man mit dieser Maßnahme Menschen, die Pfandflaschen sammeln, um ihr Einkommen aufzubessern, eine „menschenunwürdige Suche“.

Pfandringe testweise denkbar

Zwar seien auch für die Pfandringe keine Haushaltsmittel eingeplant, so die Verwaltung. Aber: „Die Kosten betragen je nach Stückzahl und Ausführung weniger als 100 Euro. Es wird daher vorgeschlagen, zehn Exemplare testweise in diesem Jahr an den Mülleimern der Innenstadt zu installieren.“ Bei einem Erfolg könnten für kommendes Jahr weitere Gelder eingeplant werden.

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