Soldaten gehen wieder von Haus zu Haus/Geld für Kriegsgräberfürsorge

„Promi-Sammlung“ in der Stadt erbringt 547 Euro

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„Promi-Sammlung“: Karl Schulze Temming-Hanhoff, Jens Kuraschinski, Birko Hasselmann, Thomas Harms und Wolfgang Däubler (von links) starteten ihre Tour gestern am Stadthaus.

Wildeshausen - Von Joachim Decker. Sie hat in Wildeshausen eine langjährige Tradition – die Sammlung für die Deutsche Kriegsgräberfürsorge durch Soldaten der Bundeswehr. Und das ist auch jetzt wieder Fall, wenn acht Soldaten von Montag bis Donnerstag, 23. bis 26. November, die Haus- und Straßensammlung durchführen.

Auftakt der Aktion war die gestrige „Promi-Sammlung“ in der Innenstadt. Neben Oberstabsfeldwebel Birko Hasselmann, Vorsitzender der Ortsgruppe Wildeshausen im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, beteiligten sich daran Bürgermeister Jens Kuraschinski sowie die Ratsmitglieder Wolfgang Däubler (UWG), Thomas Harms (SPD) und Karl Schulze Temming-Hanhoff. Nach gut zwei Stunden hatten sie die Gesamtsumme von 547 Euro in ihren Sammelbüchsen.

Die Haus- und Straßensammlung wird in diesem Jahr erstmals von Soldaten des Logistikbataillons 161 Delmenhorst durchgeführt. „Wir setzen damit von Delmenhorst aus die Tradition des Sammelns fort. Anfangs waren es bekanntlich Soldaten aus Wildeshausen und dann aus Oldenburg“, erzählte Hasselmann. Die Zusammenarbeit zwischen Stadt und Bundeswehr sei schon seit vielen Jahren sehr gut und schon freundschaftlich.

„Wir sind froh, dass wir mit Birko Hasselmann einen direkten Ansprechpartner in der Stadt haben“, betonte Kuraschinski. „Ich hoffe, dass auch in diesem Jahr wieder eine beachtliche Summe zusammenkommt.“

Für Däubler war die Teilnahme an der Sammlung selbstverständlich: „Aber auch erst jetzt, denn mein Verhältnis zur deutschen Wehrmacht ist nach wie vor gebrochen.“ Dennoch sei es wichtig, die Kriegsgräber als Mahnmal für den Frieden zu pflegen und zu erhalten: „Fakt ist aber auch, dass die Überlebenden der Wehrmacht nach dem Krieg völlig allein gelassen wurden.“

Thomas Harms, bis vor einigen Jahren selbst Soldat, sah in der Sammlung eine sehr wichtige Aufgabe, um Geld für die Erhaltung der Gräber zu haben: „Ich bin während meiner aktiven Zeit selbst einmal mit im Ausland gewesen, um an der Restaurierung von Gräbern mitzuwirken.

Ebenso Temming-Hanhoff: „Ich war ja auch viele Jahre bei der Bundeswehr. Ich weiß, wie wichtig es ist, diese Gräber zu pflegen. Aus diesem Grund bin ich auch heute bei der Sammlung gerne dabei.“

Für die eigentliche Sammlung hoffen die Verantworlichen wieder auf einen hohen Ertrag. „Im vergangenen Jahr sind insgesamt etwa 6800 Euro zusammen gekommen“, betonte Hasselmann, der darauf hinwies, dass die Soldaten zwischen 12 und 19 Uhr sammeln: „Alles, was davor oder danach an die Türen kommt, ist nicht von uns.“

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