Großer Bedarf:

200 Bewerber für Bauplätze in Wildeshausen

Derzeit laufen hier noch ärchäologische Erkundungen, doch bald enstehen vor Bargloy neue Bauplätze.
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Derzeit laufen hier noch archäologische Erkundungen, doch bald entstehen vor Bargloy neue Bauplätze.

Wildeshausen – Nach Angaben des UWG-Politikers Matthias Kück am Donnerstag im Wildeshauser Stadtrat gibt es aktuell 200 Anfragen für städtische Wohnbaugrundstücke in der Wittekindstadt.

Der Wunsch vieler Menschen sei groß, in der Kreisstadt Eigentum zu erwerben. Von daher, so Kück, sei es gut, dass die Stadt nun eine neu gefasste Richtlinie für die Vergabe von Wohnbaugrundstücken verabschieden könne. „Eine Feinjustierung“, so Kück, die aber wohl noch immer nicht reichen würde, alle Bevölkerungsgruppen zu erfassen.

Ziel der neuen Richtlinie, die jetzt in Kraft tritt, ist es, die Grundstücke in der Städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme in drei Kontingenten zu verteilen. Die Flächen sollen grundsätzlich zu jeweils 40 Prozent an Bewerber mit und ohne minderjährige Kinder vergeben werden können. Für diese beiden Gruppen wird ein Punktesystem zugrunde gelegt. Bis zu 20 Prozent der Bauplätze können frei verkauft werden, da nicht alle Lebenssachverhalte mit einer Richtlinie erfasst werden können.

Das Konzept fand die Zustimmung des Rates. „Es ist jedoch ein fortwährender Prozess“, stellte Bernhard Block (CDW) fest.

Artikel vom 9. Oktober: Für den Verkauf von Wohngrundstücken der Stadt Wildeshausen an private Interessenten gilt ab Mitte Oktober eine neue Richtlinie, die die Vergabe gerechter gestalten soll und es der Stadt ermöglicht, ein Fünftel der Bauplätze frei zu vergeben.

Die von der Stadtverwaltung am Mittwochabend vorgelegte neue Richtlinie fand eine große Mehrheit im Ausschuss für Stadtplanung, Bau und Umwelt und im Verwaltungsausschuss. „Wir haben das Beste rausgeholt“, so Matthias Kück (UWG), der die Neufassung beantragt hatte. Auch Stephan Dieckmann (SPD) sprach von einem „guten Vorschlag“, und Bernhard Block (CDW) ahnte, dass es möglicherweise bald wieder eine Anpassung geben muss. „Das ist ein Prozess, der sich entwickelt“, beschrieb er den Versuch über die vergangenen Jahre, den neuen Anforderungen immer wieder gerecht zu werden.

Die neue Richtlinie gilt nur für Flächen der Stadt, auf der eine Einzel- oder Doppelhausbebauung möglich sein soll. Andere Hausbebauung, so Fachbereichsleiter Hans Ufferfilge, soll auch in Zukunft auf Investorenflächen ermöglicht werden. Diese Areale wolle man im Rahmen von Wettbewerben ausschreiben und vergeben.

Die bald zur Verfügung stehenden Flächen sollen zu jeweils 40 Prozent an Bewerber mit und an Bewerber ohne minderjährige Kinder vergeben werden. Für diese beiden Gruppen wurde ein Punktesystem zugrundegelegt. Da nicht alle Lebenssachverhalte mit einer Richtlinie erfasst werden können, sollen 20 Prozent der Flächen aber mit triftigen Gründen an andere Bewerber gehen. Das letzte Wort hat dabei immer der Verwaltungsausschuss der Stadt. Entscheidend für die Vergabe von neuen Plätzen ist unter anderem, wie lange der Bewerber in Wildeshausen ohne Wohneigentum wohnt oder gewohnt hat. Weiteres wichtiges Kriterium ist, ob der Interessent in der Kreisstadt arbeitet und ob er sich bereits vorher erfolglos um ein Grundstück beworben hat.

Die genaue Bewertung für die Vergabe der Bauplätze:

Personen/Familien mit minderjährigen Kindern:

Bewerber, die bereits in Wildeshausen wohnen oder gewohnt haben (2 Punkte), länger als fünf Jahre: vier Punkte, länger als zehn Jahre: sechs Punkte. Bewerber mit einem minderjährigen Kind: ein Punkt, zwei oder mehr minderjährigen Kindern: drei Punkte; zum Haushalt gehörende Personen mit einer Schwerbehinderung oder mindestens Pflegegrad 2: drei Punkte, Arbeitsplatz länger als drei Jahre in Wildeshausen: zwei Punkte, länger als fünf Jahre: vier Punkte, länger als zehn Jahre: sechs Punkte, Bewerber, die sich bereits erfolglos beworben haben: drei Punkte. Ehrenamtliche Mitglieder der Feuerwehr oder eines Rettungsdienstes: ein Punkt.

Personen/Familien ohne minderjährige Kinder:

Bewerber, die bereits in Wildeshausen wohnen oder gewohnt haben: (2 Punkte), länger als fünf Jahre: vier Punkte, länger als zehn Jahre: sechs Punkte. Zum Haushalt gehörende Personen mit einer Schwerbehinderung oder mindestens Pflegegrad 2: drei Punkte, Arbeitsplatz länger als drei Jahre in Wildeshausen: zwei Punkte, länger als fünf Jahre: vier Punkte, länger als zehn Jahre: sechs Punkte, Bewerber, die sich bereits erfolglos beworben haben: drei Punkte. Ehrenamtliche Mitglieder der Feuerwehr oder eines Rettungsdienstes: ein Punkt.

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