Zwei neue Katzenhäuser im Bau

So funktioniert die Betreuung der Wildeshauser Fundtiere in Delmenhorst

Vorübergehende Heimat in Delmenhorst: „Bob, der Streuner“ lässt sich von Schichtleiterin Lena Hollmann streicheln.
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Vorübergehende Heimat in Delmenhorst: „Bob, der Streuner“ lässt sich von Schichtleiterin Lena Hollmann streicheln.

Streunende Katzen oder Hunde, die in Wildeshausen gefunden werden, landen beim Tierschutzverein in Delmenhorst. Wir haben uns den Tierschutzhof mal angeschaut.

Seit knapp einem Monat kümmert sich der Tierschutzverein Delmenhorst um Fundtiere aus Wildeshausen. In den ersten Wochen sei man öfter ausgerückt als im Vorfeld gedacht, sagt Schichtleiterin Lena Hollmann, die mit vielen Ehrenamtlichen einen Resthof managt, auf dem die Tiere untergebracht werden. Das Gebäude war dem Verein vermacht worden und trägt dementsprechend den Namen „Johanne Köster“-Hof.

Dort sind zurzeit sechs Katzen untergebracht, die in der Kreisstadt gefunden wurden. Und zweimal habe die Polizei wegen streunender Hunde angerufen, berichtet Hollmann. Die Besitzer hätten sich dann aber noch gemeldet, bevor die Tiere nach Delmenhorst gebracht werden konnten.

Die Kätzchen haben jede Menge Spielmaterial.

Das ist keine lange Fahrt. Gut 20 Minuten und ebenso viele Kilometer sind es mit dem Auto von Wildeshausen zum Hof am Schillbrok 5 vor den Toren Delmenhorsts, nicht weit von der Bundesstraße 213 entfernt. Ehrenamtliche halten das idyllisch gelegene Gelände sowie das Haus in Schuss und werkeln an neuen Unterkünften für Katzen. Die sind mit Abstand die häufigsten Bewohner.

Neuzugänge müssen erst einmal für drei Wochen in Quarantäne. In einer der Einzelboxen wartet auch „Bob, der Streunerkater“ darauf, dass er zu den anderen darf. Die Fundtiere werden entfloht, gechippt, aufgepäppelt, auf Krankheiten überprüft und geimpft. Die letzte Woche dient zum Beispiel dazu, eventuelle Impfreaktionen abzuwarten.

„Bob, der Streunerkater“ kommt aus Wildeshausen

Das ist „Bob“ im Moment aber alles ziemlich egal, denn Hollmann krault den großen Kater, was ihm sichtlich gefällt. Andere Quarantäne-Tiere sind da deutlich zurückhaltender und brauchen offensichtlich noch etwas Zeit, um sich an die neue Umgebung zu gewöhnen.

Ein Stockwerk höher herrscht ordentlich Trubel. In knapp 20 Quadratmeter großen, gekachelten Zimmern sind bis zu acht Kätzchen untergebracht, die jede Menge Spielmaterial haben. Besonders eine Art Angel mit Band hat es ihnen angetan. Hollmann hat viele von ihnen selbst mit der Hand aufgezogen, nachdem sie noch sehr jung auf den Hof gekommen waren. Die meisten werden nicht lange bleiben und sind bereits reserviert. Schon nach ein paar Wochen werden die Tiere weitergegeben. Allerdings immer mit der Einschränkung, dass der alte Besitzer sechs Monate Zeit hat, sich zu melden.

Mit Aussicht: Die Katzenhäuser mit Außengehege bieten Platz für Tiere, die schon etwas älter sind.

Außerhalb des alten Hofgebäudes haben die Tierschützer mehrere Katzenhäuser mit Außengehege eingerichtet. Hier halten sich mehrere Tiere auf, die zum Teil krank sind. Einmal in der Woche kommt der Tierarzt, der sich natürlich auch schneller um akute Fälle kümmert. Manchmal bleibt allerdings nichts anderes übrig, als die erlösende Spritze. Manche Tiere leiden unter dem sogenannten „Katzen-Aids“.

Das macht sie zu schwer vermittelbaren Fällen. Für diese und andere Bewohner, die zum Beispiel aufgrund ihres Alters ebenfalls nicht so begehrt sind, werden gerade zwei weitere Häuser eingerichtet. Dort sollen sie abseits des Trubels und verschont von ständigen Wechseln in der Katzengruppe ihren Lebensabend verbringen. Viel zu tun also für Hollmann und die rund 20 bis 30 Ehrenamtlichen, die für den Verein tätig sind.

Kontakt

Für Notfälle gibt es die Telefonnummer 0162/6823168. Wer sich dafür interessiert, ein Tier aufzunehmen, oder ein anderes Anliegen hat, sollte sich an die allgemeine Telefonnummer des Tierschutzhofs 04221/6890150 wenden. Weitere Infos gibt es auf der Internetseite www.tierschutzverein-delmenhorst.de.

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