BBS-Schüler stellen Umfrage-Ergebnisse vor

Skepsis bei „Smarthome“

Luisa Beth (l.) und Luisa Netzler stellten Ergebnisse ihrer Umfrage zu Wohnwünschen vor. - Foto: dr

Wildeshausen - Senioren vertrauen in ihrem Eigenheim mehr der Gegensprechanlage mit integrierter Kamera als einer Alarmanlage oder der automatischen Benachrichtigung eines externen Sicherheitsdienstes. Das ist unter anderem das Ergebnis einer Umfrage von BBS-Schülern, die Luisa Beth und Luisa Netzler (beide 18 Jahre alt) dem Seniorenkreis der Alexanderkirche vorstellten.

Acht Schüler der Klasse 13b des Beruflichen Gymnasiums hatten sich zum Projekt „Lichthaus“ zusammengefunden und in Kooperation mit Bert Schweer von der Firma „Gebäude Grande“ in Wildeshausen zu ergründen versucht, was Bürger der Stadt unter angenehmem und sicherem Wohnen verstehen. Die beiden Schülerinnen zeigten den Senioren mit einer Präsentation auf, wie die Antworten bei den älteren Befragten ausfielen. Allerdings sind die Ergebnisse nicht repräsentativ.

Deutlich wurde bei der Erhebung, dass die Generation über 70 Jahre wenig begeistert vom Thema „Smarthome“ ist. Die Senioren stehen einer Vernetzung des Eigenheims durch das Internet zu 65 Prozent skeptisch gegenüber. „Gewundert hat uns allerdings, dass das bei den jungen Menschen ähnlich war“, so Beth. „Am ehesten ist offenbar unsere Elterngeneration dafür zu begeistern.“ Als Vorteil des vernetzten Wohnens sahen viele Befragte den Komfort, das Einsparen von Ressourcen sowie die Zeitersparnis. Als Nachteile wurden schwieriger Datenschutz und ein hoher Preis genannt.

Wenn Senioren ihr Haus mit Datensystemen vernetzen würden, dann wäre es ihnen mehrheitlich am liebsten, den direkten Kontakt zu Pflegediensten, Polizei und Feuerwehr zu haben. Ältere Menschen legen beim Bau eines idealen Hauses laut der Umfrage Wert auf Energieeffizienz, Innenarchitektur, Nachhaltigkeit und erst dann auf die technische Ausstattung. Bei jüngeren Menschen haben offenbar die Licht- und Luftbeschaffenheit höhere Priorität.

Wichtig sind der älteren Generation in einem Haus zudem breite Türen, ebenerdige Duschen und die Installationsmöglichkeit eines Treppenliftes. Die Mehrheit bevorzugt durch Wände getrennte Räume. - dr

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