Verein stellt Antrag auf unbefristete Nutzung des alten Feuerwehrhauses

So sind die DLRG-Helfer und ihr Material untergebracht

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„Tetris für Erwachsene“: Wenn die Mitglieder der DLRG Wildeshausen mit ihren Fahrzeugen ausrücken wollen, müssen sie erst den rechten Bus rausfahren und dann den mittleren sowie das Mehrzweckfahrzeug. Nur so kommen sie an ihr großes Boot heran, das hinter den Fahrzeugen auf einem Anhänger steht

Wildeshausen - Von Ove Bornholt. Eins vorweg: „Ich bin der Stadt dankbar“, betont Carsten Petermann, Vorsitzender der Wildeshauser Ortsgruppe der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG). Dankbar dafür, dass die Verwaltung den Ehrenamtlichen einen Teil des alten Feuerwehrhauses zur Verfügung gestellt hat und sie eine Halle hinter Suzuki Beier an der Glaner Straße in der Kreisstadt nutzen dürfen – beides mietfrei. Aber dennoch sehnen sich Petermann und die anderen Helfer nach einer dauerhaften Bleibe. Jetzt haben sie erst mal einen Antrag auf unbefristete Nutzung des Feuerwehrhauses und weiterer Hallen an der Glaner Straße gestellt.

Der Charme der 1980er-Jahre, wenn es ihn denn gibt, beherrscht die Räume im alten Feuerwehrhaus an der Hunte. Im ersten Stock haben sich die DLRG-Mitglieder auf grob geschätzt 100 Quadratmetern mit einem Büro, einer Küche, einem Schulungs- sowie einem Aufenthaltsraum, einer kleinen Abstellkammer und einem Bad eingerichtet. Das Mobiliar hat seine besten Tage hinter sich, und an der Treppe sind deutlich Risse in den Wänden zu erkennen. Gemütlich sieht anders aus. „Wir stecken hier keinen Cent rein“, unterstreicht Petermann auf Anfrage unserer Zeitung. „Warum auch?“ Schließlich habe die Stadt die Räume als Übergangsdomizil für ein Jahr befristet zur Verfügung gestellt, nachdem die DLRG-Mitglieder aus dem ehemaligen Kindergarten „Pusteblume“ an der Harpstedter Straße ausziehen mussten. Seit dem 1. Januar haben sie sich im Feuerwehrhaus eingerichtet.

Die Räume in der alten Feuerwache sind etwas lieblos eingerichtet.

Die Fahrzeughallen und den Versammlungsraum der Brandschützer im Erdgeschoss dürfen sie allerdings nicht nutzen. „Weil das mit dem Konzept der Stadt nicht vereinbar ist“, sagt Petermann. Beantragt hatte er es schon, aber der Verwaltungsausschuss hatte das Ansinnen abgelehnt. Auch weil die Möglichkeit eines Urgeschichtlichen Zentrums im Raum steht und der DLRG die Halle an der Glaner Straße zur Verfügung steht. Es wurde in der Politik bislang kein dringender Handlungsbedarf gesehen.

Carsten Petermann

Also bleiben die Fahrzeuge in der Halle hinter Suzuki Beier, einer ehemaligen Werkstatt, stehen. Dort kann es durchaus ein paar Minuten dauern, bis die Ehrenamtlichen ihr großes und immer einsatzfähiges Boot mitnehmen können. Es steht hinter drei Fahrzeugen, die nacheinander vorgefahren werden müssen. „Tetris für Erwachsene“, sagt Petermann. Der Geruch von Öl hängt in der Luft, und als der DLRG-Vorsitzende das Rolltor elektrisch hoch fährt, ist ein lautes metallisches Klacken zu hören. So ganz in Schuss ist die Technik nicht mehr. Außerdem gibt es keine Heizung, und das Dach ist undicht.

In den daneben liegenden Hallen befindet sich noch Ausrüstung des Roten Kreuzes, die in die neue Halle am Bahnhof in Wildeshausen geschafft werden soll, wenn sie fertig ist. Petermann hofft, diese Räume dann übernehmen zu können.

Der ganz große Wurf wäre das allerdings noch nicht. Wie schon im Februar berichtet, führt der 340 Mitglieder starke Verein Gespräche über einen Neubau auf städtischem Grund beim Freibad. Dazu gibt es jedoch noch keinen neuen Stand. Also bleibt es für die Ehrenamtlichen erst einmal bei ihrem Provisorium.

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