EWE-Netz stellt auf H-Gas um:

Manche Wildeshauser sitzen in der Kälte

Gasumstellung: Viele Geräte sind umgerüstet, doch es gibt vereinzelt technische Schwierigkeiten.
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Gasumstellung: Viele Geräte sind umgerüstet, doch es gibt vereinzelt technische Schwierigkeiten.

Wildeshausen – Die EWE-Netz hat am Dienstag in Teilen von Wildeshausen, Dötlingen, Großenkneten, Hatten, Prinzhöfte und Winkelsett ihre Versorgung auf H-Gas umgeschaltet. Während EWE-Netz von einer weitgehend unproblematischen Umstellung spricht, gibt es in Wildeshausen einige Klagen, die in den sozialen Netzwerken geäußert werden.

Da heißt es beispielsweise: „Bei mir waren die Monteure vergangene Woche und nun wird das Wasser nicht mehr richtig heiß.“ Torsten Kriete, der am Mahlstedter Feld wohnt, ging es noch deutlich schlechter: Er saß in seinem ungeheizten Haus. „Nach Aussage unseres Heizungsmonteurs wurde in Wildeshausen der Anteil von H-Gas auf über 90 Prozent gestellt. Seit diesem Zeitpunkt begann unsere Heizung Verpuffungsgeräusche zu machen“, berichtete Kriete. „Es sollte die Gasdüse getauscht werden. Dieses wird durch die EWE veranlasst. Der Wechsel ist aber erst für den 19. Februar vorgesehen. Auf Anraten unseres Monteurs mussten wir die Heizung ausschalten.“

Schnelle Reaktion von EWE-Netz

Die EWE-Netz reagierte schnell: „Wir haben an Herrn Krietes Erdgasgerät bislang keinerlei technische Arbeiten vorgenommen und von dem Problem leider erst am Dienstagabend erfahren“, so Jens Witthus, Pressesprecher von EWE-Netz, am Mittwoch. „Einer unserer beauftragten Gas-Fachkräfte wird sich das Gerät noch heute ansehen, sofern Herr Kriete Zeit hat. Wir werden das Gerät direkt an das H-Erdgas technisch anpassen, da uns das individuelle Umrüstmaterial seit Kurzem vorliegt.“ Am Nachmittag vermeldete Kriete, dass die Heizung wieder läuft.

Mit pflegebedürftiger Mutter im kalten Haus

Eine weitere Wildeshauserin schilderte bei Facebook ihren dramatischen Fall: „Bei uns ist die Heizung auch ausgefallen. Ich habe meine pflegebedürftige Mutter hier sitzen und sie friert. Sind die noch ganz dicht, im Winter eine Umstellung zu machen und dann ist noch nicht mal alles vorbereitet?“, fragt sie und fährt fort: „Es wurde mir jetzt gesagt, dass morgen die Ersatzteile kommen. Dann wäre auch ein Monteur da.“

Grundsätzlich, so die Bilanz von Witthus, handelt es sich bei den geschilderten Problemen aber wohl nur um extreme Einzelfälle. „Mit der bereits gemachten Erfahrung bei der Erdgasumstellung können wir sagen, dass wir 98,5 Prozent aller Kunden-Geräte erfolgreich an das alternative H-Gas anpassen konnten“, berichtet er. Sogar ältere Geräte, die zum Beispiel über 20 Jahre alt seien, könne EWE-Netz in der Regel problemlos anpassen.

EWE: „Wir kämpfen um jede Anlage“

„Wir kämpfen um jede Anlage“, so Witthus mit Blick auf viele Altgeräte, deren Hersteller oft gar nicht mehr existieren. Insbesondere viele ältere Verbraucher hätten sehr alte Geräte und da sei es schon hart, wenn diese bei schmalem Geldbeutel ausgetauscht werden müssten. Sein Dank geht in diesem Zusammenhang auch an die Monteure in der Region. „Die haben manchmal noch älteres Material auf Lager und können damit die Geräte ausrüsten“, sagt er. „Wir bezahlen dann die Rechnung. Das ist einmalig in Deutschland“, wirbt er für das Unternehmenshandeln vor Ort.

Wenn es Probleme gebe, würde EWE-Netz sich bei einem Besuch einen Eindruck verschaffen. „Ganz wichtig ist auch der Wartungszustand von Geräten“, so Witt-hus. „Wenn da jahrelang nichts geschehen ist, dann kann es schwierig werden, wenn da plötzlich jemand rangeht.“

Weiter geht es mit der Umstellung übrigens ab Anfang März. „Dann werden die nächsten Ortschafen auf H-Gas umgeschaltet. Bis zum Herbst wollen wir nahezu alle Verbraucher im Landkreis Oldenburg auf das alternative H-Gas geschaltet haben. An einzelnen Randgebieten des Landkreises könnte es aber noch etwas länger dauern, bis auch die jeweiligen Nachbarkreise auf H-Gas geschaltet werden, so Witthus.

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