Siedlungsgesellschaft stellt Projekt vor

Holzrahmenbauhäuser für Flüchtlinge?

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Häuser in Holzrahmenbauweise können schnell erstellt werden, sind aber nicht von Dauer.

Wildeshausen - Werden bald in Wildeshausen einfache Gebäude in Modularbauweise erstellt und der soziale Wohnungsbau massiv angeschoben? Angesichts des starken Flüchtlingszuzuges wird sich der Ausschuss für Stadtentwicklung Fremdenverkehr, Sport und Kultur mit dieser Frage beschäftigen. Die Stadtverwaltung hat intensive Gespräche mit der Gemeinnützigen Siedlungsgesellschaft Oldenburg (GSG) geführt. Am 12. November stellt der GSG-Geschäftsführer Stefan Könner, sein Konzept „Bezahlbares Wohnen in Wildeshausen“ vor.

Bereits diese Woche war Sozialdezernent des Landkreises, Bodo Bode, zu weiterführenden Gesprächen in Oldenburg. Weil die Sporthallen im Landkreis, in Wildeshausen sind das die Halle am Gymnasium und die Widukind-Halle, sowie die Turnhalle der Hunteschule, nicht dauerhaft für die Flüchtlingsunterbringung belegt werden sollen, gilt es, schnell Alternativen zu finden. Gemeinsam mit der GSG soll ein großes Modellprojekt in der Kreisstadt begonnen werden. Die Gesellschaft könnte innerhalb von zwei Monaten einfache Gebäude in Holzrahmenbauweise errichten. Dabei handelt es sich jedoch auch nur um Übergangs-Unterkünfte, die aber immerhin besser sind als Sammelunterkünfte in Hallen. Es ist geplant, Gebäude-Einheiten zu erstellen, die je zwölf Personen Platz bieten und sich insgesamt für mindestens 50 Personen eignen. In jeder Landkreis-Kommune sollen nach Möglichkeit Flächen ausgewiesen werden, die sich für kleine Dörfer aus Fertighäusern eignen. Ziel ist es, in Wildeshausen mit dem Projekt zu starten. Dem Landkreis gehören Flächen, die sich dafür eignen. Beispielsweise neben dem Kreisaltenheim. Zudem steht eine städtische Fläche am Lehmkuhlenweg zur Verfügung, die erst einmal vom Verkauf zurückgestellt wurde.

Doch es sind auch langfristige Maßnahmen in der Kreisstadt geplant. Konkret möchte die GSG zwei Objekte mit knapp 250 Wohnungen in Wildeshausen realisieren. Wie das aussehen kann, erfahren die Ausschussmitglieder in knapp zwei Wochen genauer. Sollte die Politik einverstanden sein und der Verwaltungsausschuss am 19. November ebenso entscheiden, könnte die GSG die Bauanträge noch in diesem Jahr stellen. Ab 2016 wird die Energiesparverordnung verschärft, was die Kosten deutlich in die Höhe treiben dürfte.

dfr

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