Kreishandwerkerschaft: 110 junge Gesellen in Delmenhorst freigesprochen

„Sie haben alles richtig gemacht“

Die Besten der Besten: Die Gesellen Jeldrik Florian Siegert (Kfz-Mechatroniker, Kfz-Werkstatt Ordmann, Ganderkesee), Paris Phillip Deuter (Zimmerer, Neerstedt) und Kim Tiara Dehn (Fachverkäuferin im Lebensmittelhandwerk, Bäckerei Gerhard Meyer, Ganderkesee, vorne, v.l.) FOTO: Günther Richter

Delmenhorst – Als Auszubildende betraten sie den Saal, als Gesellen verließen sie ihn: 110 junge Männer und Frauen haben nach einer erfolgreichen Ausbildung in Betrieben der Handwerkskammer Oldenburg und der Kreishandwerkerschaft Delmenhorst/Oldenburg-Land am Donnerstagabend in Delmenhorst ihre Freisprechungsurkunden erhalten. Bevor jedoch die Zeugnisse ausgehändigt und die Gesellen freigesprochen wurden, gratulierten Kreishandwerksmeisterin Britta Franke, Eckhard Stein, Präsident der Handwerkskammer Oldenburg, sowie Enno Konukiewitz, Bürgermeister der Stadt Delmenhorst, ihnen zur bestandenen Abschlussprüfung. Der Gesellenbrief ist ein anerkannter Qualifikationsnachweis einer Ausbildung im Handwerk. „Sie haben alles richtig gemacht. Sie haben es geschafft und gehören nun zu einer starken Gruppe unserer Wirtschaft, dem Handwerk, der Wirtschaftsmacht von nebenan“, sagte Stein. „Sie können stolz auf das Erreichte sein.“

Die duale Ausbildung sei ein „qualitativ hochwertiges System“, unterstrich er. Dieses verknüpfe theoretisches Wissen mit praktischen Fertigkeiten und Erfahrungen. Betriebe und Berufsschule arbeiteten eng zusammen. „Das ist etwas ganz Besonderes, im Ausland beneiden uns viele darum“, betont der Handwerkspräsident den Wert der Ausbildung hierzulande. Denn dort gebe es dieses System nicht und auch nicht diese Qualität in der Lehre. Gerade jetzt böte das Handwerk viele Möglichkeiten, so Stein, der fragte, was die Welt ohne die Leistungen der Gewerke wäre: „Ohne Dach über dem Kopf? Ohne Brot? Ohne Fahrzeug? Ohne das Handwerk geht nichts.“

Stein und Franke dankten den Lehrern an den Berufsbildenden Schulen, den Prüfern in den Ausschüssen sowie den Eltern und Freunden der Gesellen. Ohne deren Engagement könne „das gute Ausbildungssystem“ im Lande nicht funktionieren. Aufstiegschancen gebe es aufgrund vielfältiger Fort- und Weiterbildungslehrgänge viele, sagte Stein. Meisterprüfung und Studium seien möglich. „Aber danach bitte wieder ins Handwerk zurückkommen“, gab er den Gesellen mit einem Lächeln auf den Weg.

Den hohen Stellenwert der Gewerke betonte auch Handwerksmeisterin Franke. Sie dankte ihrerseits den Gästen für deren Wertschätzung. „Um die Zahnräder des Handwerks in unserem Leben in Schwung zu halten, bedarf es kreativer, intelligenter Köpfe, die sich nicht zu schade sind, ordentlich anzupacken, sich auch die Hände schmutzig zu machen“, sagte die Ganderkeseerin.

Für ihre besonders guten Ausbildungsleistungen wurden im Verlauf des Abends folgende Gesellen mit Präsenten geehrt: Phillip Ahlers vom Unternehmen Lamping & Reisig aus Wildeshausen (Fachbereich Elektroniker/Automatisierungstechnik), Max Famulla vom Unternehmen Depken aus Delmenhorst (Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik), Sören Hollmann von Hermes Systeme in Wildeshausen (Fachrichtung Elektroniker), Kevin Mertin von Elektro Gaffron in Ganderkesee (Elektroniker), Leon Renner von Hülsebusch & Dobe in Ganderkesee (Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik), Shadi Sattah von Kraftfahrzeugtechnik Haase in Delmenhorst (Kfz-Mechatroniker) sowie Marlon Strauch von Strauch Bauunternehmen aus Delmenhorst in dem Fachbereich Maurer. gh

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