Viele Bieter:

Wildeshauser Polizeigebäude werden bis Ende des Jahres verkauft

Sehr viele Bewerber gibt es für das alte Amtsgerichtsgebäude.
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Sehr viele Bewerber gibt es für das alte Amtsgerichtsgebäude.

Wildeshausen – Da kann sich das Land Niedersachsen vor Vorfreude schon die Hände reiben: Nachdem das ehemalige Polizeigebäude an der Heemstraße bereits für deutlich mehr als die veranschlagten 450.000 Euro den Besitzer gewechselt hat, liegen Andreas Janke vom Landesliegenschaftsfonds in Oldenburg für die drei denkmalgeschützten Immobilien an der Herrlichkeit auch schon rund 50 Gebote vor, die zum Teil deutlich über den Verkehrswerten liegen.

Janke hat vor wenigen Tagen alle Bieter über das Höchstgebot informiert und bis zum 30. November eine zweite Runde eingeleitet. Hier erhält dann derjenige den Zuschlag, der das höchste Gebot abgibt. „Ich rate den Interessenten, Centbeträge hinter dem Komma einzusetzen, weil das bei annähernd gleichen Summen den Ausschlag geben kann“, so Janke ernsthaft.

Grundsätzlich geht es bei dem Erwerb natürlich um viele Tausend Euro. Für die ehemalige Wache mit Zellentrakt, Garage und Sporthalle (Herrlichkeit 9) werden 545.000 Euro aufgerufen. Die Immobilie wurde 1925 errichtet, lange Zeit als Schule und seit Mitte der 80er-Jahre als Polizeidienststelle genutzt. Zur Verfügung stehen 16 Zimmer auf einer Wohnfläche von 700 Quadratmetern. Das Grundstück ist 3.400 Quadratmeter groß.

Das Nachbargebäude (Herrlichkeit 11) ist für 365.000 Euro auf dem Markt. Es ist 1908 als Polizeigebäude errichtet worden und beherbergte bis zum Sommer Schreibstuben der Beamten und den alten Zellentrakt der Wache. Auf rund 245 Quadratmetern Nutzfläche befinden sich im Erdgeschoss sieben Büros, zwei WC-Anlagen und zwei Arrestzellen. Im Dachgeschoss wurden vier Büros eingerichtet, daneben sind noch drei Bodenräume unterschiedlicher Größe vorhanden. Die Grundstücksfläche beträgt 2.000 Quadratmeter.

Das dritte Gebäude des ehemaligen Reviers befindet sich an der Herrlichkeit 15 neben dem Restaurant „Altes Amtshaus“. Hier werden 280.000 Euro aufgerufen. Bei der Immobilie aus dem Jahr 1897 handelt es sich um das alte, ebenfalls denkmalgeschützte Amtsgericht der Stadt. Elf Räume befinden sich auf 280 Quadratmetern Nutzfläche. Das Grundstück ist 780 Quadratmeter groß.

Begehrt: die alte Schließerei an der Herrlichkeit.

Die meisten Interessenten gibt es für das alte Amtsgericht

„Die meisten Bieter gibt es für das alte Amtsgericht“, sagt Janke. Bei allen drei Gebäuden müssten die Interessenten mit der Stadt Wildeshausen klären, wie sie nachher genutzt werden können. Eine Änderung des Bebauungsplanes ist unabdinglich, da die Häuser sonst nur für den Gemeinbedarf (Behörden und staatliche Einrichtungen) genutzt werden dürfen.

„Für uns ist das nicht entscheidend“, sagt Janke. Er werde am 1. Dezember die Kaufverträge an die Höchstbietenden verschicken. Bis zum 31. Dezember dürften alle Gebäude einen neuen notariell beurkundeten Besitzer haben.

Das Land Niedersachsen nimmt mindestens 1,2 Millionen Euro ein

Zwar wurden bislang nur die bisherigen Bieter über das Höchstgebot informiert. Doch ein neuer Interessent kann mit einem deutlich besseren Angebot noch erfolgreich sein. „Ich habe die Objekte weiter ausgeschrieben“, berichtet Janke. Die Immobilien würden einzeln verkauft, obwohl es Bieter gibt, die gleich zwei Häuser (Nummer 9 und 11) haben wollen. Welche Nutzungen die Interessenten planen, darf er nicht sagen. Er weiß auf jeden Fall, dass das Land Niedersachsen weit mehr als 1,2 Millionen Euro einnehmen wird. Ganz sicher, denn schon die Gebote haben eine Rechtsverbindlichkeit für den Kauf.  

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